Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Aus der Praxis III Antworten auf Erziehungsfragen: MGH Perleberg berät in der ELTERNschule

Wie will ich meine Kinder erziehen? Wie setze ich konsequent Grenzen ohne zu bestrafen? Wer Kinder groß zieht, hat in jeder Lebensphase spezifische Fragen und steht immer wieder vor neuen Herausforderungen. „Wir haben die Elternschule für den Landkreis Prignitz vor gut acht Jahren ins Leben gerufen, um Eltern bei Erziehungsfragen zu unterstützen“, sagt Tanja Rausch, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses „Perle-Treff“ im brandenburgischen Perleberg und Leiterin der ELTERNschule.

Wege aufzeigen ohne den Zeigerfinder zu erheben

Zum Angebot der ELTERNschule gehören Vorträge, Workshops und Gesprächsrunden zu Themen wie Umgang mit Agressionen, sexuelle Aufklärung im Kleinkindalter oder Sprachentwicklung. Die Angebote finden entweder vor Ort im Mehrgenerationenhaus oder in Einrichtungen in den umliegenden Gemeinden statt. Manche Angebote sind niedrigschwellig und in leichter Sprache, andere richten sich ge-zielt auch an Eltern, die sich schon aktiv mit Elternbildungsthemen beschäftigt haben. „Wir richten uns mit den Angeboten immer nach den Bedarfen der Eltern und sprechen damit ganz unterschiedliche Bildungsschichten an“, erläutert Tanja Rausch. Während der Vorträge wird meistens eine kostenlose Betreuung für die Kinder der Teilnehmenden angeboten.

„Über die Vorträge machen wir auch auf die anderen Angebote des Mehrgenerationenhauses aufmerksam und werben dafür, bei uns vorbeizuschauen und andere Familienangebote wie die Spielegruppen in Anspruch zu nehmen. Hier im ländlichen Raum zählt dabei sehr stark der persönliche Kontakt“, so Rausch weiter. Zum Abschluss der Angebote bleibt immer Zeit für den persönlichen Austausch und Fragen. Hier bekommt Tanja Rausch viel positives Feedback, ist aber auch manchmal überrascht über die Reaktionen: „Das Thema gewaltfreie Erziehung ist längst noch nicht selbstverständlich. In den Diskussion erfordert es ein gutes Gespür, Wege aufzuzeigen ohne dabei zu sehr den Zeigerfinger zu erheben“, so die Koordinatorin.