Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Projektsteckbrief

Projektsteckbrief Stadtteilzentrum Hirschsprung-Breitensee

RaBe-Ferienprogramm


Schlagworte: Freiwilliges Engagement, Freizeitgestaltung, Infrastruktur, Inklusion, Kinderbetreuung, Teilhabe

Demografietyp: 3 Prosperierende Kommunen im Umfeld dynamischer Wirtschaftszentren


Siedlungstyp: Städtischer Raum


Freizeitangebote für daheimgebliebene Kinder.


Projektbeschreibung

Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers Hirschsprung-Breitensee wurden in den Sommerferien der letzten Jahre durch den Verein Forum Sprendlingen Nord e. V. Freizeitangebote organisiert, die sich besonders an die Kinder der Daheimgebliebenen richteten. Nach 2016 wollte der Verein diese Aufgabe nicht mehr allein übernehmen. Ab 2017 hat sich das Mehrgenerationenhaus RaBe ("Raum der Begegnung") deshalb zur Aufgabe gemacht, zusammen mit zahlreichen Kooperationspartnern und ehrenamtlichen Akteuren ein zweiwöchiges Ferienprogramm für Jung und Alt zu gestalten, das sowohl Kinder, als auch Erwachsene und ältere Menschen im Stadtteil anspricht. Das Programm zeichnet sich dadurch aus, dass fast alle Angebote direkt vor Ort stattfinden, dabei jedoch trotzdem eine wertige Alternative zum Verreisen darstellen. Die Veranstaltungen sind für die Teilnehmenden entweder komplett kostenfrei oder mit einem symbolischen Beitrag von zwei Euro verbunden. 2017 fand das RaBe-Ferienprogramm in den Kalenderwochen 28 und 29 statt und konnte insgesamt rund 250 Teilnahmen verzeichnen. Die täglichen Angebote reichten von gemeinschaftlichem Kochen und Backen über Bewegung, Sport, Musik, Tanz, Gestalten und Basteln, Kultur, einen gemeinsamen Tagesausflug bis hin zu einem großen Grillfest zum Abschluss des Programms. Jeden Tag gab es mindestens ein mehrstündiges Angebot, oft wurden zwei verschiedene Angebote umgesetzt, um ein breiteres Publikum anzusprechen.


Bildergalerie


Einbindung der Querschnittziele

An der Umsetzung des RaBe-Ferienprogramms waren verschiedenste Kooperationspartner und Akteure beteiligt - über die allgemein am MGH RaBe mitwirkenden Institutionen hinaus z.B. die Volkshochschulen Dreieich und Kreis Offenbach, der Turnverein 1880 Dreieichenhain, der Abenteuerspielplatz Riederwald e.V. sowie mehrere freiwillig engagierte Privatpersonen. Beispielsweise gab es ein Kreativ-Angebot, das von einer 70-jährigen Dame ehrenamtlich geleitet wurde; hierbei wurden von ca. 30 Teilnehmenden aus einfachen Steinen bunt bemalte Briefbeschwerer, Türstopper, Schmuckstücke oder Tiere gestaltet. Betrachtet man die Angebote und ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzeln, fällt auf, dass Frauen (jungen und mittleren Alters) und Kinder am stärksten vertreten waren, gefolgt von der Gruppe der Seniorinnen und Senioren. Weniger stark vertreten waren dieses Jahr Jugendliche und Männer (jungen und mittleren Alters) - für Jugendliche fand allerdings auch zeitgleich ein eigenes Ferienprogramm der Kinder- und Jugendförderung Dreieich statt. Über die Hälfte der Veranstaltungen waren inklusiv konzipiert, ein Teil dieser Veranstaltungen wurde auch tatsächlich von Menschen mit Behinderung besucht.


Wirkung

Das Hauptziel des Projektes war, ein zweiwöchiges Ferienprogramm für "Daheimgebliebene" anzubieten, das insbes. auch Personen mit geringem finanziellen Spielraum offen steht. Angesprochen werden sollten gleichermaßen junge und ältere Menschen aus dem Quartier - das RaBe-Ferienprogramm sollte für die Teilnehmenden eine wertige Alternative zum Verreisen darstellen. Hier war das Ziel, quasi "vor der Haustür", vielfältige Angebote zeitlich und örtlich zu bündeln. Kulinarisches, Unterhaltung, Sport- und Bewegung, Kultur, Gestalten - und soviel wie möglich davon mit integrativem Ansatz. Dieses Ziel kann faktisch als erreicht betrachtet werden. Es gab insgesamt rund 250 Teilnehmende und viel positives Feedback - das RaBe-Ferienprogramm ist für 2018 mit dem gleichen konzeptionellen Ansatz wieder geplant. Zudem konnten über das Ferienprogramm Menschen auf weitere Angebote vor Ort aufmerksam gemacht werden und Anwohnerinnen und Anwohner, die sich noch nicht kannten, kamen miteinander in Kontakt.


Erfahrungsbericht

- Inklusive Angebote werden am besten angenommen und wahrgenommen, wenn sie bei entsprechenden Einrichtungen und Betreuungspersonen bekannt gemacht werden oder in den Einrichtungen Verantwortliche bzw. Betreuungspersonen in die Veranstaltungsplanung / Veranstaltungsabläufe mit einbezogen werden. - Bei kulinarischen Angeboten wie gemeinschaftlichem Kochen oder Backen ist es besonders bei einer multikulturellen Teilnehmergruppe immer sinnvoll, Herkunft und Zusammensetzung aller Zutaten belegen zu können oder die Teilnehmenden Manches auch zusammen selbst einkaufen zu lassen. - Es ist wichtig, bei Anmeldungen für Angebote Verbindlichkeit herzustellen, sei es auch nur über winzige Teilnahmebeiträge (z.B. 1 oder 2 Euro), die im Voraus kassiert werden. Dadurch verringert sich die Zahl der Personen, die erst großes Interesse zeigen, sich anmelden und dann aus unerklärlichen Gründen doch nicht kommen. - Es ist sinnvoll, Uhrzeiten, Treffpunkte, Programmabläufe, Teilnahmebedingungen, etc. so präzise und klar verständlich wie möglich zu benennen.

Kontaktdaten

Stadtteilzentrum Hirschsprung-Breitensee

stadtteilzentrum@dreieich.de

https://www.dreieich.de/microsite/RaBe/index.php


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