Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Was ist das Bundesprogramm?

Im Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus (2017-2020) fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aktuell bundesweit rund 540 Mehrgenerationenhäuser.

Bewährtes bewahren, neue Impulse setzen

Die konzeptionelle Ausgestaltung des Bundesprogramms beruht auf den bisherigen Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Programmbegleitung und der engen Abstimmung mit den Ländern und den kommunalen Spitzenverbänden. Die Programmplanung zielt darauf ab, Mehrgenerationenhäusern mehr Flexibilität in ihrer Arbeit zu ermöglichen, damit sie ihre Angebote noch besser an den jeweiligen Ausgangslagen und Bedarfen vor Ort ausrichten und Kommunen stärken können.

Zwei inhaltliche Schwerpunkte, in deren Rahmen die Häuser ihre Angebote bedarfsgerecht und möglichst flexibel gestalten, gibt das Bundesprogramm vor: die Gestaltung des demografischen Wandels (obligatorisch) und die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte (fakultativ). Darüber hinaus werden drei Querschnittsziele verfolgt:

  • Generationenübergreifende Arbeit,
  • Freiwilliges Engagement und
  • Sozialraumorientierung.

Mehrgenerationenhäuser wissen, was Menschen bewegt

Mehrgenerationenhäuser sind nah dran an den Menschen in ihrer Umgebung. Sie nehmen deren Bedürfnisse ernst und speisen diese ein in den kommunalen Diskurs. Durch ihren offenen und unkomplizierten Zugang erreichen sie auch Menschen, die Berührungsängste haben oder sich nicht zugehörig fühlen und können als Sprachrohr derjenigen fungieren, die sonst oft ungehört bleiben. Die Mehrgenerationenhäuser fördern den Dialog, stärken echte Bürgerbeteiligung und damit den Zusammenhalt der Menschen vor Ort. Damit werden Sie zum wichtigen Partner ihrer Kommune.

Diese starke kommunale Verankerung wird durch das Bundesprogramm weiter gefestigt. Jedes Mehrgenerationenhaus musste zum Programmstart einen Beschluss der kommunalen Vertretungskörperschaft vorlegen. Inhalt dieses Beschlusses ist das Bekenntnis der Kommune zum Mehrgenerationenhaus sowie dessen Einbindung in die Planung zur Bewältigung des demografischen Wandels bzw. zur Sozialraumentwicklung.

Mehrgenerationenhäuser erhalten höheren Bundeszuschuss

Die im Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus geförderten Häuser haben bis einschließlich 2019 jeweils bis zu 40.000 Euro pro Jahr erhalten, davon 30.000 Euro vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und 10.000 Euro von der jeweiligen Kommune, dem Landkreis und/oder (anteilig) vom Land. Durch diese verbindlich vorgegebene Kofinanzierung wird die Einbettung des Mehrgenerationenhauses in die Kommune gefördert und die Rolle der Häuser als kommunale Akteure gestärkt. Im Jahr 2020 erhalten alle Mehrgenerationenhäuser einen um 10.000 Euro erhöhten Bundeszuschuss, sodass ihnen zusammen mit der Kofinanzierung insgesamt bis zu 50.000 € zur Verfügung stehen.

Mehrgenerationenhäuser heute und morgen

Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus wie auch das ab 2021 geplante Anschlussprogramm sind als Fachprogramm ins gesamtdeutsche Fördersystem aufgenommen worden. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend plant die Fortsetzung der Förderung der Mehrgenerationenhäuser im bisherigen Umfang auch für das Anschlussprogramm ab 2021. Die Kofinanzierung seitens der Kommunen, Landkreise und/oder Länder wird weiterhin Voraussetzung für den Bundeszuschuss bleiben.

Informationen über die näheren Planungen für das Anschlussprogramm ab 2021, das für 2020 vorgesehene Antragsverfahren sowie die Förderrichtlinie finden Sie zu gegebener Zeit auf der Website des Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus www.mehrgenerationenhaeuser.de. Bei Interesse können Sie hier den Newsletter abonnieren.

Lesen Sie hier die komplette und aktualsiserte Förderrichtlinie zum Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. (Stand Dezember 2019)

Hier finden Sie ein Factsheet mit den wichtigsten Informationen zum Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. (Stand Dezember 2019)