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Ein Tag im „Haus der Zukunft“ Bremen

Vom Computerkurs für Frauen über ein Geigenensemble bis zum sozialpädagogischen Spielkreis – der Mittwoch im „Haus der Zukunft“ in Bremen hat viel zu bieten. Werfen Sie einen Blick in die Angebote an diesem Wochenentag.

Das Haus der Zukunft in Bremen-Lüssum ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Aktivität für alle Generationen  –  um voneinander zu lernen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Das Ziel der Engagierten ist es, gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern die gegenseitige Unterstützung von Jung und Alt neu zu beleben. Damit sich alle im Mehrgenerationenhaus wohlfühlen und sich möglichst viele Menschen von den Angeboten angesprochen fühlen, ist das Programm von Vielseitigkeit geprägt. Das zeigt auch der Tagesablauf am Mittwoch:

Vier Kinder fahren auf Bobbycars durch eine Turnhalle

8:30 Uhr – Sozialpädagogischer Spielkreis „Mäuse“

In zwei Spielkreisen, die jeweils an drei Vormittagen in der Woche stattfinden, können Kinder mit und ohne Einwanderungs- und Fluchtgeschichte unter drei Jahren gemeinsam singen, Bücher ansehen, turnen und die deutsche Sprache lernen. Eine ausgebildete Erzieherin erarbeitet dafür zusammen mit einer Kollegin ein vielfältiges Programm mit einem geregelten Aufbau und einer festen Struktur, was den Kindern das Einleben in die Gruppe erleichtert.

Zahlreiche Frauen sitzen an Tischen und füllen Arbeitsblätter aus

9:00 Uhr – Integrationskurs für Eltern

Seit Eröffnung des „Haus der Zukunft“ vor 25 Jahren werden dort Deutschkurse für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte angeboten. Im Kurs vermittelt eine erfahrende Deutschlehrerin die Grundkenntnisse der deutschen Sprache. Es wird über Themen wie Einkaufen, Wohnen, Gesundheit, Freizeit, Arbeit und Beruf gesprochen. Außerdem tauschen sich die Teilnehmenden über Erziehungsfragen, das Kindergarten- und Schulleben, Beratungsangebote vor Ort sowie die deutsche Gesellschaft aus. Damit sie sich auf ihre Aufgaben konzentrieren können, findet parallel eine Kinderbetreuung statt.

Fünf Frauen sitzen an einem Tisch und füllen Formulare aus

© Paulo

10:00 Uhr – Raum der Begegnung für afrikanische Frauen

Egal ob Familienleben, Ernährung oder deutsche Sprache – einmal wöchentlich tauscht sich eine Gruppe afrikanischer Frauen zu allen Fragen und Erfahrungen rund um das Leben in Deutschland aus. Begleitet werden sie dabei von zwei Frauen, die ebenfalls aus Afrika stammen, mit der deutschen Kultur und Sprache aber schon länger vertraut sind. Auf Wunsch bieten sie auch zwischendurch telefonische Beratung zu Alltagsanliegen an.

Vier Frauen sitzen an einem Tisch mit Laptops, ein Mann steht daneben vor einer Leinwand

11:00 Uhr – Computerkurs für Frauen

Immer mehr Behörden bieten neu ankommende Bürgerinnen und Bürger an, ihre Anliegen per Mail zu schicken. Für manche Menschen ist das eine Herausforderung. Genau da setzt der Kurs an. Geflüchtete Frauen mit wenig oder keinen Computer-Kenntnissen lernen hier, wie sie ein Notebook, die Maus und die Tastatur bedienen. Sie erhalten einen Überblick über die Windows-Arbeitsoberfläche und führen kleinere Suchen im Internet durch.

Fünf ältere Frauen und ein Mann sitzen auf Stühlen und strecken ein Bein und einen Arm aus

11:00 Uhr – Wer rastet, der rostet

Das Geschicklichkeits- und Reaktionsvermögen sowie die Sinneswahrnehmung zu verbessern, ist Ziel dieses Kurses. Dafür führt eine Therapeutin mit einer Gruppe von Seniorinnen und Senioren einfache Bewegungsübungen im Sitzen und Stehen durch. Gemeinschaft und Spaß stehen dabei immer im Vordergrund.

Drei ältere Frauen und ein Mann sitzen an einem Tisch mit Tellern, dahinter steht die Köchin

12:30 Uhr – Mittagstisch

Fünfmal in der Woche lädt das Mehrgenerationenhaus die Bürgerinnen und Bürger im Quartier sowie die Mitarbeitenden aus den verschiedenen Partner-Einrichtungen zum Mittagessen ein. Hier können sich Menschen begegnen und niedrigschwellig das Mehrgenerationenhaus kennenlernen. Bei den Mahlzeiten kommen überwiegend frische und ökologisch angebaute Lebensmittel aus der näheren Umgebung und der jeweiligen Jahreszeit zum Einsatz.

Kinder stehen vor einem Sportgerät, ein Mann beugt sich vor und spricht mit ihnen

14:00 Uhr – Ballschule

In Kooperation mit dem SV Werder Bremen möchte das Mehrgenerationenhaus möglichst viele Kinder und Jugendliche für Sport begeistern – egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung oder internationaler Geschichte. Im Sportraum der Einrichtung erlernen sie einmal in der Woche motorische und koordinative Ballfertigkeiten unter Anleitung eines Übungsleiters des Sport-Vereins Werder Bremen.

Eine Frau, ein Mädchen und ein Junge spielen Geige

14:00 Uhr – Geigenensemble „Tarantella“

Einmal in der Woche treffen sich im Mehrgenerationenhaus Kinder, um gemeinsam das Geigenspielen zu erlernen. Ihre Motivation ist dabei nicht nur, Musik zu machen, sondern auch neue Freundinnen und Freunde kennenzulernen – auch wenn das in den letzten zwei Jahren etwas schwieriger war, weil sie aufgrund der Corona-Pandemie nur zu zweit unterrichtet werden konnten. Im Gruppenunterricht studieren die Kinder neue Stücke ein und bereiten sich auf gemeinsame Auftritte vor, die vor allem für Kinder und Eltern, die an der Armutsgrenze leben, eine Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben ermöglichen. In individuellen Unterrichtsstunden geht die Lehrerin zudem auf die besonderen Lernerfordernisse der einzelnen Kinder ein.

Elf ältere Damen sitzen an einem Tisch, eine jüngere Frau sitzt am Keyboard

15:00 Uhr – Oldie but Goldie

Einmal im Monat haben Seniorinnen im Mehrgenerationenhaus die Möglichkeit, mit der Musikerin Ella Winkelmann gemeinsam in geselliger Runde bekannte Lieder zu singen und dabei auch ihre eigenen Wünsche einzubringen.