Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Digitale Engel für ältere Menschen

Das mobile Rategeberteam – die Digitalen Engel – von Deutschland sicher im Netz e.V. bietet insbesondere älteren Menschen Unterstützung bei konkreten Fragen rund um die Digitalisierung. Die digitalen Engel machen mit dem Infomobil auch bei Mehrgenerationenhäusern Halt.

Sieben Personen, drei Männer und drei Frauen, stehen vor dem Kastenwagen des "Digitalen Engels".

© Deutschland sicher im Netz

Eine junge Frau erklärt einem älteren Herrn etwas am Computer.

© Deutschland sicher im Netz

Das mobile Rategeberteam – die Digitalen Engel – von Deutschland sicher im Netz e.V. bietet insbesondere älteren Menschen Unterstützung bei konkreten Fragen rund um die Digitalisierung. Die digitalen Engel machen mit dem Infomobil auch bei Mehrgenerationenhäusern Halt.

 

Ältere Menschen vor Ort bei der Nutzung digitaler Angebote unterstützen – das ist das Ziel des Infomobils der Digitalen Engel, das am 27. November seinen ersten Halt im Mehrgenerationenhaus Bestensee machte. Das Ratgeberteam, das sich aus drei sogenannten digitalen Engeln zusammensetzt, unterstützt vor allem Seniorinnen und Senioren bei Fragen rund um das Thema und macht sich damit für die Teilhabe älterer Menschen an einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft stark. Die Digitalen Engel besuchen insbesondere den ländlichen Raum, wo Menschen aufgrund der Schließung von Bankfilialen oder einer mangelnden Verkehrsinfrastruktur vor neuen Herausforderungen stehen. Träger des vom Bundesseniorenministerium geförderten Projekts ist der Verein „Deutschland sicher im Netz“.

„Auch ältere Menschen nutzen zunehmend Online-Angebote oder internetbasierte Endgeräte in ihrem Alltag. Oftmals wirft dies für Seniorinnen und Senioren jedoch Fragen auf, beispielsweise wenn es um die Nutzung von Online-Banking, der Anwendung von Tablets oder um Möglichkeiten der Freizeitgestaltung geht. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben wir den Digitalen Engel ins Leben gerufen“, erzählt Katharina Kunze, die das Projekt leitet. „Mit der Tour machen wir dort halt, wo sich die Menschen bewegen: In sozialen Einrichtungen, an Marktplätzen oder beim Seniorentreffpunkt“, so Kunze weiter. Bis Juli 2022 fährt das Infomobil rund 480 Stationen an. Mehr als 145 Mehrgenerationenhäuser haben Interesse an einem Halt in Ihrer Kommune bekundet.

Herausfinden, welche Fragen Seniorinnen und Senioren mitbringen

„Als ich von den digitalen Engeln erfahren habe, dachte ich sofort, das wäre was für unseren Tag der offenen Tür“, berichtet Mareike Krohn, die Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses Bestensee. „Der Besuch der Digitalen Engel war für uns eine gute Möglichkeit herauszufinden, welche Fragen und Wünsche Seniorinnen und Senioren zur Digitalisierung mitbringen. Entsprechend wollten wir unser eigenes Angebot weiterentwickeln. Das hat uns zum Beispiel in der Idee bestärkt, einen digitalen Stammtisch im Haus einzurichten. Nun loten wir aus, mit welchen Partnerinnen und Partnern wir möglicherweise kooperieren könnten“, so Krohn weiter.
Im Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum in Münster ist der Besuch der Digitalen Engel für Frühjahr oder Sommer 2020 geplant, wie Koordinatorin Cora Georgi erzählt: „Seit 2019 kommen durch unseren Mittagstisch 50+ mehr und mehr ältere Menschen zu uns, die von der Idee des Besuchs des Infomobils gleich angetan waren.“ Das Haus erhoffe sich durch den Besuch, dass die Nachfrage nach Angeboten zu digitalen Themen zunehme. „Eine Studierende unterstützt seit kurzem sehr erfolgreich mit einer Mediensprechstunde. Nun freuen wir uns auf weitere Ideen und Ansätze für digitale Angebote,“ so Georgi weiter.
 
Möchten Sie, dass der Digitale Engel auch zu Ihnen kommt? Dann melden Sie sich hier mit Hilfe des Kontaktformulars an. Weitere Informationen zur Bustour und den tagesaktuellen Tourenplan finden Sie unter www.digitaler-engel.org.