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Mit gutem Beispiel voran

Mit „wirFAIRändern“ regt das Mehrgenerationenhaus ZenJa aus dem hessischen Langen Menschen an, nachhaltiger zu leben. Jetzt ist das Projekt hessischer Landessieger beim Deutschen Nachbarschaftspreis.

Frau steht vor einem Haus mit einem Schild in der Hand auf dem steht Kinderkrams Second Hand

Wo kann ich auf Plastik verzichten? Wie kann ich weniger Lebensmittel verschwenden? Und was ist das beste Rezept für selbstgemachtes, umweltschonendes Waschmittel? Schon kleine Veränderungen können Großes bewirken, wenn es darum geht, das eigene Leben nachhaltiger zu gestalten. Jede und jeder kann bei sich selbst anfangen. Deswegen hat das Mehrgenerationenhaus ZenJa „wirFAIRändern“ ins Leben gerufen. Die inzwischen bereits 500 Mitglieder der Projektgruppe haben sich zum Ziel gesetzt, so umweltschonend wie möglich zu leben. Dabei verfolgen sie die Devise: Einfach anfangen, ausprobieren und Vorbild für andere sein. Um ihren Ansatz weiterzutragen, geben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Mitbürgerinnen und -bürgern einmal im Monat im Rahmen einer Ideenwerkstatt Lebens-, Haushalts- und DIY-Tipps für eine nachhaltige Lebensweise. Und auch die Nachbarschaft soll entsprechende Anregungen bieten – zum Beispiel mit Tauschregalen für Bücher und Haushaltswaren an öffentlichen Orten.

„Als wir gesehen haben, dass es beim Deutschen Nachbarschaftspreis die Kategorie Nachhaltigkeit gibt, haben wir uns direkt beworben. Wir machen seit Jahren schon so viel zu dem Thema bei uns im Haus, privat und in der Nachbarschaft, das hat gut gepasst“, sagt die Projektleiterin Sarah Schöche. „Dass wir es unter die Nominierten geschafft haben, hat uns sehr gefreut. Wir konnten es erst gar nicht glauben, weil sich bestimmt auch viele andere, tolle Projekte beworben haben. Aber es ist ein schönes Zeichen, dass man auch als relativ kleine Gruppe viel bewirken kann." Aus insgesamt 96 nominierten Projekten haben die Landesjurys nun ihre Favoriten ausgewählt. In Hessen wurde "wirFAIRändern" zum Landessieger gekürt. "Mit dem Gewinn können wir noch viel mehr Sachen umsetzen, zum Beispiel nach und nach die Leuchtstoffröhren bei uns im Haus durch LED-Lampen ersetzen und unsere Einkaufs-App weiterentwickeln. Die Nutzerinnen und Nutzer der App sollen Läden in der Gegend finden, in denen sie umweltfreundlich einkaufen können“, sagt Sarah Schöche.