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Wie Mehrgenerationenhäuser Angebote umsetzen: Neues aus den Häusern

„Viel voneinander und über uns selbst gelernt": Netzwerktreffen der Schwerpunkthäuser in Berlin

Vertreterinnen und Vertreter der Schwerpunkthäuser beim Netzwerktreffen
© Vertreterinnen und Vertreter der Schwerpunkthäuser beim Netzwerktreffen

Sich untereinander austauschen, voneinander lernen, die eigene Arbeit reflektieren und neue Handlungs- und Entwicklungsperspektiven gewinnen: Am 19. November 2013 kamen die Vertreterinnen und Vertreter der sogenannten Schwerpunkthäuser im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II in Berlin zu einem Netzwerktreffen zusammen. Bei den insgesamt zwölf Schwerpunkthäusern handelt es sich um die Mehrgenerationenhäuser aus Bochum, Bielefeld, Frankfurt, Gotha, Groß-Zimmern, Ingolstadt, Neuruppin, Roßleben, Saarburg, Weimar, Weinheim und Wesel. Seit 2012 entwickeln jeweils drei von ihnen in einem der vier Handlungsschwerpunkte des Aktionsprogramms II – Integration und Bildung, Alter und Pflege, Freiwilliges Engagement und Haushaltsnahe Dienstleistungen – innovative Handlungsansätze. So tragen sie zur Weiterentwicklung dieser Themenschwerpunkte bei, von der alle 450 Mehrgenerationenhäuser profitieren. Hierbei werden sie von der wissenschaftlichen Begleitung im Aktionsprogramm II individuell beraten und unterstützt.

Reflexion der eigenen Arbeit

Teil dieses Beratungs- und Begleitprozesses war das Netzwerktreffen 2013, zu dem die wissenschaftliche Begleitung im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingeladen hatte. Das Treffen bot den Gästen die Möglichkeit, die eigene Arbeit zu reflektieren und weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen: „Die Diskussionen und Erfahrungsberichte der Kolleginnen und Kollegen haben zum Nachdenken angeregt. Mir ist jetzt sehr viel klarer, wo wir gut aufgestellt sind und in welchen Bereichen wir uns noch verbessern können", sagt Dr. Anette Barth, die das Mehrgenerationenhaus Saarburg in Rheinland-Pfalz leitet. Sie fügt hinzu: „Ich nehme sehr viel vom heutigen Tag mit. Dazu zählen viele Anregungen für die tägliche Arbeit und die Erkenntnis, dass die Herausforderungen, die sich unserem Haus im ländlichen Raum stellen, auch Chancen bieten."

Entdeckung neuer Handlungs- und Entwicklungsspielräume

Von den Diskussionen des Tages profitierten jedoch auch die städtischen Schwerpunkthäuser. „Durch den konstruktiven Austausch an diesem Tag haben wir viel voneinander und über uns selbst gelernt", sagt Peter Ferstl, der Leiter des Mehrgenerationenhauses im bayerischen Ingolstadt. Er konnte viele neue Handlungs- und Entwicklungsspielräume entdecken: „Insbesondere die vielen Praxisbeispiele können Vorbild für die eigene Arbeit sein. Wir müssen das Rad nicht immer neu erfinden. Was woanders erfolgreich erprobt wurde, können wir häufig auf die eigene Einrichtung übertragen", erklärt er. Dabei konnte er nicht nur für den Themenschwerpunkt Alter und Pflege, in dem seine Einrichtung Schwerpunkthaus ist, neue Handlungsansätze kennenlernen. „Die Diskussionen wurden auch schwerpunktübergreifend geführt. Ich habe zum Beispiel Tipps bekommen, wie wir das Freiwillige Engagement, das von Unternehmen organisiert oder gefördert wird, besser in unser Mehrgenerationenhaus integrieren können", sagt er.

Auf den Tag zurückblickend resümiert Peter Ferstl: „Meine Erwartungen an das Netzwerktreffen haben sich voll und ganz erfüllt". Dr. Anette Barth pflichtet ihm bei: „Nach diesem Treffen kehre ich mit neuer Motivation in das Mehrgenerationenhaus zurück".