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Wie Mehrgenerationenhäuser Angebote umsetzen: Neues aus den Häusern

Mehrgenerationenhäuser präsentieren sich in Wanderausstellung

"Alle sollen die vielen Facetten der Mehrgenerationshäuser kennenlernen". So kommentiert Bürgermeister Peter Klug die Idee der Wanderausstellung des Hessischen Landesnetzwerks der Mehrgenerationenhäuser. Die Ausstellung machte Station im Laubacher Rathaus. Jedes der 29 Mehrgenerationenhäuser in Hessen stellte sich dabei auf einem Din-A1 Plakat vor.

Kathrin Wind, Vorstand des Oberhessischen Diakoniezentrums in Laubach, Elke Bär, Leitung des Mehrgenerationenhauses und Bürgermeister Peter Klug bei der Ausstellungseröffnung in Laubach.

Neben anschaulichen Bildern, die einen Eindruck aus dem Alltag der Häuser vermitteln, werden besondere Angebote erläutert und Kooperationen mit Vereinen, Initiativen und Unternehmen vor Ort präsentiert. Mit der Wanderausstellung folgen die hessischen Mehrgenerationenhäuser dem Vorbild einer niedersächsischen Initiative aus dem vergangenen Jahr. Dort schaffte es die Wanderausstellung der niedersächsischen Mehrgenerationenhäuser sogar bis in den Landtag.

Ziel ist es, "die Erfolge der Mehrgenerationenhäuser in die Öffentlichkeit zu tragen und Aufmerksamkeit für die vielen erfolgreichen Angebote zu schaffen", so Elke Bär, Leiterin des örtlichen Mehrgenerationenhauses. Außerdem sei es immer wieder interessant, sich mit anderen Häusern auszutauschen, Ideen für das eigene Haus zu adaptieren und somit die Qualität der eigenen Angebote zu verbessern.

Mehrgenerationenhäuser organisieren die Ausstellung in Eigenregie

Damit möglichst viele Besucherinnen und Besucher die Ausstellung sehen können, bemühen sich die Verantwortlichen kommunale Räume für die Ausstellung zu gewinnen. In Laubach ist die Zusammenarbeit zwischen dem vom Hessischen Diakoniezentrum getragenen Mehrgenerationenhaus und der Stadt sehr gut. Daher hat der Bürgermeister gern Platz für die insgesamt 35 Informationstafeln im Rathaus geschaffen.
Die Ausstellung wandert alle drei Wochen in eine andere Kommune weiter. Der Transport zwischen den Orten wird innerhalb des Landesnetzwerks der Mehrgenerationenhäuser organisiert. Da hilft jeder jedem, ganz im Sinne des Konzepts der Mehrgenerationenhäuser. Die nächste Station der Wanderausstellung wird die Gemeinde Gründau sein.

Landesnetzwerke der Mehrgenerationenhäuser

Wie in den meisten Bundesländern haben sich auch in Hessen alle Mehrgenerationenhäuser auf Landesebene vernetzt. Das so entstandene Landesnetzwerk besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aller 29 Mehrgenerationenhäuser in Hessen. Es wurde 2010 gegründet und hat sich aus den sogenannten Moderationskreisen des Aktionsprogramms zu einer formlosen Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen. Zu Beginn bestand die Herausforderung darin, mit einer gemeinsamen Leitidee effektiv auf Landesebene zusammen zu arbeiten, sich auszutauschen und gemeinsame Projekte zu verwirklichen, umso besser in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden.

Mit der Wanderausstellung hat das Landesnetzwerk dabei einen klaren Erfolg erzielt. Elke Bär ist glücklich, dass alle Kooperationspartner des Laubacher Mehrgenerationenhauses anwesend waren und ein reger Austausch zwischen den interessierten Besucherinnen und Besuchern stattgefunden hat. Auch der Bürgermeister war stolz, sein Fazit: "Man merkt den Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger und dass die Mehrgenerationenhäuser einfach gut funktionieren!"