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Wie Mehrgenerationenhäuser Angebote umsetzen: Neues aus den Häusern

Bundespräsident Joachim Gauck besucht Mehrgenerationenhaus in Halle (Saale)

Während seines Antrittsbesuchs in Sachsen-Anhalt war Bundespräsident Joachim Gauck am 7. September 2012 zu Gast im Mehrgenerationenhaus „Pusteblume" in Halle (Saale). Dabei nahm er sich vor allem Zeit für die Freiwillig Engagierten des Hauses.

Bewerbung mit „Enthusiasmus und Herzblut"

Bundespräsident Joachim Gauck besucht dieser Tage die 16 Bundesländer. Dabei reist er gemeinsam mit der Regierungschefin oder dem Regierungschef durch das Land und lernt besonders interessante Orte kennen. Auf Anfrage des Bundespräsidialamts konnten sich verschiedene Städte und Projekte um den Besuch des Staatsoberhaupts bewerben. Diese Gelegenheit nutzten auch die Vertreterinnen und Vertreter des Mehrgenerationenhauses Halle–Neustadt. Mit „Enthusiasmus und Herzblut" präsentierten sie das Mehrgenerationenhaus „Pusteblume" und den nahegelegenen Skatepark und begeisterten damit Bundespräsident Joachim Gauck, der sich unter vielen Bewerbungen persönlich für einen Besuch in Halle (Saale) entschied.

Nähe zu zivilgesellschaftlichen Akteuren

„Die Vorbereitungen waren schon sehr spannend, schließlich kommt nicht jeden Tag ein Bundespräsident zu Besuch", berichtet Jana Kirsch vom Quartiersmanagement Halle (Saale). Presse und politische Prominenz wurden auf Wunsch von Bundespräsident Joachim Gauck nicht geladen. „Dem Bundespräsidenten war es wichtig, in persönlichen Gesprächen mit Freiwillig Engagierten mehr über ihre tägliche Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen zu erfahren", sagt Jana Kirsch.

Bundespräsident Joachim Gauck besichtigte gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff unter anderem den Skatepark. Die Anlage ist ein bedeutsames Projekt im Rahmen der Stadtentwicklung, das den Stadtteil Neustadt lebendig und vor allem für junge Menschen attraktiv machen soll. Anschließend informierte sich Joachim Gauck im Saal des Mehrgenerationenhauses über die vielfältigen Angebote und Dienstleistungen des Hauses. An Gesprächstischen tauschte er sich mit Freiwillig Engagierten zu den Themen Alter und Pflege, Integration und Bildung sowie Freiwilliges Engagement aus. An einem dreidimensionalen Modell des Stadtteils Halle-Neustadt erläuterte Frank-Torsten Böger, ehrenamtlicher Stadtteilführer, die neuesten Projekte zur Stadtentwicklung, zu denen auch das Mehrgenerationenhaus zählt.

Zum Abschied überreichten Vertreterinnen und Vertreter des Hauses Bundespräsident Joachim Gauck ein selbst gestaltetes Skateboard mit Impressionen von erfolgreichen Projekten im Stadtteil. „Vor dem Besuch wusste ich nicht, was ich an neuen Erfahrungen aus einem Mehrgenerationenhaus mitnehmen kann – jetzt bin ich einfach nur begeistert von den Menschen, die ich hier getroffen habe und ihrem Engagement für andere", resümierte der Bundespräsident.

Mut und Kraft für die weitere Arbeit

Das Mehrgenerationenhaus „Pusteblume" ist seit Januar 2012 eines von 450 Häusern bundesweit und damit eines der 45 neuen Häuser im Aktionsprogramm II. Mit seinen vielfältigen Dienstleistungen und Angeboten ist es in Halle (Saale) aber schon zu einem beliebten Treffpunkt für Menschen aller Generationen geworden. „Der Besuch des Bundespräsidenten ist für uns eine große Ehre und Wertschätzung unserer Arbeit, das gibt uns Kraft und Mut für zukünftige Projekte", sagt Jana Kirsch.