Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Europäisches Filmfestival der Generationen

25 Mehrgenerationenhäuser im ganzen Bundesgebiet beteiligten sich in diesem Jahr am Europäischen Filmfestival der Generationen.

Auf dem Bild ist ein älterer Mann zu sehen, der an einer Blume riecht und skeptisch von einem jüngeren Mann angeschaut wird.

25 Mehrgenerationenhäuser im ganzen Bundesgebiet beteiligten sich in diesem Jahr am Europäischen Filmfestival der Generationen. Das 9. Europäische Filmfestival der Generationen fand vom 18. bis 28. Oktober statt.

Filme können bekanntlich neue Welten eröffnen. Sie regen zum Nachdenken an und bieten Stoff für Gespräche und Diskussionen. Das Europäische Filmfestival der Generationen setzt genau hier an. Ausgewählte Spiel- und Dokumentarfilme über das Alter(n) und den Demographischen Wandel wurden den teilnehmenden Institutionen zur Verfügung gestellt und jeder Filmabend wurde von einer Diskussionsrunde mit einer Expertin oder einem Experten abgerundet. „Die Filme sollen eine Kommunikationsbrücke sein, um Menschen aller Generationen miteinander ins Gespräch zu bringen. Wir wählen Filme aus, die einen Bezug zur Alltagswelt der Bürgerschaft haben und Gegenwarts- und Zukunftsfragen zum eigenen Alter und Altern sowie dem demografischen Wandel in der Kommune bieten“, sagt Dr. Michael Doh, Gerontologe und Organisator des Filmfestivals an der Universität Heidelberg.


Ausgerichtet wurde das Festival von der Universität Heidelberg. In diesem Jahr sind erstmals auch die Mehrgenerationenhäuser aktiv dabei gewesen. Dr. Michael Doh zur Filmauswahl: „Aus einem 30 Filme umfassenden Filmkanon wurden für die Mehrgenerationenhäuser speziell 7 Filme ausgewählt, die für intergenerative Dialoge passend sein könnten.“ Die Filme beinhalteten Themen wie Digitalisierung im Alter (Monsieur Pierre geht online), Migration (Dieses bunte Deutschland, Neuland), Pflege (Ziemlich beste Freunde), Einsamkeit und soziale Teilhabe (Ein Mann namens Ove) und Aktives Altern (Young@Heart). Zum Festival wurde speziell für die Mehrgenerationenhäuser ein Materialkoffer zu einigen Filmen produziert. Der Koffer soll dazu dienen, Filmgespräche anzuregen. Dr. Michael Doh erläutert: „Er beinhaltet Fragen zum Film, zu den altersbezogenen Themen des Films wie auch zum konkreten Alltag der Besucherinnen und Besucher. Außerdem enthält der Koffer ein unterhaltsames Wissensquiz zum Alter und zur Jugend.“

Über das Forschungsprojekt der Universität Heidelberg wird das gesamte Filmfestival wissenschaftlich begleitet. Im Fokus des Forschungsinteresses liegt die Frage, ob und inwiefern solche Filme das Altersbild des Zuschauers positiv beeinflussen.

„Im nächsten Jahr hoffen wir, dass sich noch weitere Mehrgenerationenhäuser am Filmfestival beteiligen – über 500 Filmveranstaltungen mit guten Diskussionen sind doch ein gutes Ziel“, so Dr. Michael Doh.