Neues aus dem Bundesprogramm

Fachtag zum Thema Beschäftigungsfähigkeit in den Räumlichkeiten der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg

Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg
© Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg

Welche Rolle nehmen die Mehrgenerationenhäuser bei der Förderung der Beschäftigungsfähigkeit ein? Unter dieser Leitfrage fand am 7. Oktober 2013 ein Fachtag für und mit den Mehrgenerationenhäusern in der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg statt. Im Mittelpunkt des Fachtages standen die bedarfsorientierten, niedrigschwelligen Hilfe- und Beratungsangebote der Mehrgenerationenhäuser, durch die vielfach der (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt wird. Heinrich Alt, Mitglied des Vorstands der BA würdigte in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der Mehrgenerationenhäuser bei der aktiven (Wieder-) Eingliederung in eine Ausbildung oder Beschäftigung.

Unterstützt wurde dies auch durch Beiträge von Expertinnen und Experten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Mehrgenerationenhäuser ebnen den Kontakt zu Personengruppen, die über die allgemeine Arbeitsverwaltung kaum zu erreichen oder dem Arbeitsmarkt besonders fern sind", erklärt Torsten Lietzmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter im IAB. „Zur Förderung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit leisten vor allem die niedrigschwelligen Angebote der Häuser einen wichtigen Beitrag", führt er fort. Seine Kollegin Dr. Franziska Schreyer betonte in ihrem Beitrag die Notwendigkeit von Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen mit langer Erwerbsunterbrechung. „Gerade Frauen mit guten Qualifikationen verlieren infolge von Auszeiten zur Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen berufliches Wissen und nehmen dies als Hürde für das weitere Erwerbsleben wahr", so Dr. Franziska Schreyer. Im anschließenden Austausch wurde deutlich, dass die Mehrgenerationenhäuser sowohl durch die Unterstützungsangebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie bzw. Pflege und Beruf als auch durch Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in diesem Kontext eine wichtige Rolle spielen.

Außerdem diskutierten  die Vertreterinnen und Vertreter aus den Mehrgenerationenhäusern mit den Beauftragten für Chancengleichheit der BA sowie Beschäftigten der Jobcenter und Agenturen für Arbeit Wege und Möglichkeiten, wie die Kooperation der Häuser mit der Arbeitsverwaltung weiter vertieft und ausgebaut werden kann.