Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Projektsteckbrief

Projektsteckbrief Diakonisches Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim

MIA - Arbeitsprojekt


Schlagworte: Ausbildungs- und Arbeitsmarktnähe/ Kooperation mit der Arbeitsverwaltung, Bildung, Förderung der Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen, Freiwilliges Engagement, Freizeitgestaltung, Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, Kinderbetreuung, Teilhabe

Demografietyp: 6 Stabile Mittelstädte


Siedlungstyp: Städtischer Raum


Flüchtlingen mit Bleibeperspektive wird ein erster Kontakt zur Arbeitswelt ermöglicht.


Projektbeschreibung

Im Rahmen des Projektes steht neben, Beratung und dem Erlernen der deutschen Sprache, das kennenlernen unterschiedlicher Bereiche des deutschen Arbeitsmarktes im Fokus. Von Montag bis Freitag, in der Regel bis zu sechs Monaten, werden Arbeitsgelegenheiten an vier Tagen vermittelt, am fünften Tag findet ein Sprachkurs statt. Der Einsatz findet bis zu dreißig Stunden die Woche in unterschiedlichen Bereichen statt, je nach Interesse und persönlichen Voraussetzungen. Zu nennen sind Altenpflegeheime, Bauhof, pflegen von städtischen Grünanlagen und soziale Einrichtungen des Kreis Groß-Gerau. Für den Einsatz wird eine Aufwandsentschädigung bezahlt, und eine Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung gestellt. Das Projekt bietet fünfzig Plätze, und wird gefördert vom ESF, Land Hessen und dem Kreis Groß-Gerau.


Bildergalerie


Einbindung der Querschnittziele

Das Projekt wird in Kooperation mit der Initiative Arbeit angeboten. Die Initiative Arbeit ist unser wichtigster Kooperationspartner, und hat ihren Sitz im Mehrgenerationenhaus. Durch die räumliche Nähe und der Vielzahl der Angebote sind wir als Einsatzstelle sehr gut geeignet. Der hier stattfindende Kontakt zu Menschen außerhalb der Flüchtlingsunterkunft hilft den teilnehmenden, den Alltag in einem fremden Land kennenzulernen und fördert den zwischenmenschlichen Austausch.


Wirkung

Über den Zugang Beschäftigung gelingt es den Teilnehmern, in der praktischen Anwendung, die deutsche Sprache schneller zu erlernen. Durch den engen Kontakt zu Ehrenamt entwickeln sich Strukturen über die Beschäftigung hinaus. Gemeinsame Freizeitaktivitäten, Unterstützung bei Bewerbungsverfahren, Akquise von Praktikumsstellen etc. Vielen Dinge sind im Verlauf des Projekts sehr positiv aufgefallen. Dies betrifft auf beiden Seiten die Punkte Offenheit, Einlassen auf eine neue Situation, Kontaktaufbau zu Menschen aus einer anderen Lebenswelt. Tatsächlich konnten zum Teil Veränderungen sowohl auf der Seite der Geflüchteten als auch auf der Seite der Einsatzstellen beobachtet werden. Einige Asylbewerber fanden im Anschluss an die Projektzeit einen Minijob entweder in der Einsatzstelle oder auch auf dem 1. Arbeitsmarkt. Das Angebot wird 2019 fortgeführt.


Erfahrungsbericht

Mit der Entwicklung des Projektes sind wir sehr zufrieden, vor allem wegen den gelungenen Schritten der Integration von Geflüchteten. Die Schwierigkeit mit geringen, bzw. gar keinen Sprachkenntnissen miteinander zu kommunizieren, konnte relativ schnell überwunden werden. Neben der Sprache finden wir kreative Möglichkeiten zur gemeinsamen Kommunikation, die uns sehr viel Spaß bringen. Unsere Aufgabe ist es erste Schritte in eine fremde Gesellschaft zu ermöglichen

Kontaktdaten

Diakonisches Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim

mehrgenerationenhaus@diakonie-kreisgg.de

http://www.diakonie-kreisgg.de


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