Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

„Stiftung Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum Fürth“

Das Mehrgenerationenhaus in Fürth hat eine Stiftung gegründet: Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum wurde mit der Stiftung „Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum Fürth“ die finanzielle Versorgung des Hauses so auf eine neue Grundlage gestellt.

Auf dem Foto ist eine Gruppe von sieben Personen abgebildet. Die Stiftungsurkunde wird ins Bild gehalten.

Vor rund einem Jahr hatten Anette Weingarten und Kerstin Wenzl vom Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum Fürth auf einer Jubiläumsveranstaltung der Stiftergemeinschaft Fürth einen besonderen Abend: Sie wurden vom Sparkassenvorstand Hans Wölfel gefragt, ob sie sich nicht vorstellen könnten, eine Stiftung für das Mehrgenerationenhaus zu gründen.

Über eine solche Option hatte bisher noch niemand nachgedacht, doch schon ein Jahr später, pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum des Mütterzentrums, wurde die finanzielle Versorgung der Einrichtung auf eine neue Grundlage gestellt: mit der Stiftung „Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum Fürth“. Durch die Stiftung in der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Fürth besteht nun für jede und jeden die Möglichkeit, die Arbeit des Mehrgenerationenhauses finanziell über Spenden, Zustiftungen und Vermächtnisse zu unterstützen.

Dass es mit der Einrichtung, die eine wichtige Anlaufstelle für Menschen aus Nachbarschaft und Stadt ist, die richtige trifft, darin sind sich alle einig. 80 freiwillig Engagierte und 25 Hauptamtliche sind im Mehrgenerationenhaus aktiv und stemmen vom Generationenfrühstück bis hin zur Nachbarschaftshilfe Tag für Tag gemeinnützige Projekte und Angebote für Jung und Alt.

Die Stiftung Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum Fürth ist eine fördernde Stiftung, bei der die finanziellen Mittel in gemeinnützige Projekte fließen.

Die Vorteile einer Stiftung liegen auf der Hand: Während bei einer Spende die Empfängerorganisation sofort die Mittel zur Zweckverwirklichung verwendet, bleibt das Stiftungsvermögen dauerhaft erhalten. Es handelt sich also um eine nachhaltige Finanzierungsmöglichkeit, die allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gibt, sich finanziell einzubringen und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort zu fördern. Mit dem Modell der Stiftergemeinschaft ist das Gründen einer Stiftung dann auch ein einfacher Vorgang: Im Prinzip genügt eine Unterschrift, die zukünftigen Stifterinnen und Stifter wählen eine zu fördernde Einrichtung und legen die Höhe des Stiftungsvermögens fest. Alles Weitere wird von der Stiftungsverwaltung erledigt.

In Fürth hat die Stiftungskultur schon Tradition und viele Einrichtungen nutzen dies. Frau Wenzl ist aber der Meinung, dass eine Stiftung auch für andere Mehrgenerationenhäuser interessant sein könnte. Sie weist auch auf die öffentliche Aufmerksamkeit hin, die durch größere finanzielle Mittel möglich ist und wiederum weitere Spenden nach sich ziehen könne.

„Viele Menschen wollen uns gerne unterstützen, können sich aber nicht persönlich in Projekten oder Angeboten engagieren, da sie wenig Zeit oder andere Gründe haben, die das verhindern“, sagt Kerstin Wenzl. „Uns finanziell über die Stiftung zu unterstützen, ist hier eine gute Möglichkeit, mit der dem Mehrgenerationenhaus sehr geholfen ist.“ Auch Anette Weingarten ermutigt andere Mehrgenerationenhäuser diesen Weg zu gehen, denn sicher teilen viele Häuser die gleiche Erfahrung: „Wir haben immer so viel um Gelder gekämpft – nun stehen wir endlich auf festen, finanziellen Füßen. Wir sehen die eigene Stiftung als einen Riesenerfolg des Mütterzentrums Fürth.“

Sollten auch Sie sich für eine Stiftungsgründung interessieren, ist es sinnvoll, sich durch eine entsprechend fachkundige Person, wie beispielsweise einen Rechtsanwalt, beraten zu lassen. Hier können Ihnen Chancen und Risiken einer Gründung aufgezeigt und ggf. der weitere Prozess begleitet werden.