Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Mehrgenerationenhaus Landsberg schlägt Brücke zur Schulbildung

Die Kooperation zwischen dem Mehrgenerationenhaus Landsberg und der Mittelschule Kaufering stärkt lokale Bündnisse.

Als das Mehrgenerationenhaus Landsberg im März 2018 eine MINT-Box bekam, wusste Traudl Manka sofort, wo sie den Technik-Koffer sinnvoll einsetzen kann. MINT, das steht für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Um das Interesse junger Menschen und insbesondere das von Mädchen an diesen Wissensbereichen im generationenübergreifenden Miteinander zu wecken, stellte das Bundesfamilienministerium dem Haus, wie auch rund 300 weiteren Mehrgenerationenhäusern, im vergangenen Jahr einen Koffer voller Materialen zum Arbeiten und Experimentieren zur Verfügung. Traudl Manka, die sowohl im Mehrgenerationenhaus als auch in der sogenannten Praxisklasse der Mittelschule Kaufering engagiert ist, wollte mit dem Boxen-Set die Menschen beider Orte miteinander verbinden und die Schülerinnen und Schüler für die MINT- Fächer begeistern. „Da konnte ich den Koffer mit all seinen Werkzeugen natürlich gut nutzen“, so die Ehrenamtliche<s>.</s>

Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung stellte sich die MINT-Box schnell als Bindeglied zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie dem Mehrgenerationenhaus heraus. „Mittlerweile unterstützen uns im Haus regelmäßig junge Menschen aus der Praxisklasse“, erzählt Margit Däubler, die Leiterin des Mehrgenerationenhauses Landsberg. Über den Weg der MINT-Box haben die Schülerinnen und Schüler nun den Weg zum Engagement im Mehrgenerationenhaus gefunden. Die Schülerinnen und Schüler helfen zum Beispiel während eines Praktikums in der Verwaltung der Einrichtung oder bauen an ihren Praxistagen Einrichtungsgegenstände, die das Mehrgenerationenhaus benötigt.

„Von der Praxisklasse profitieren insbesondere die Jugendlichen, für die das klassische schulische Lernen nicht selbstverständlich ist“, erläutert Klassenlehrer Dietmar Perzl das Konzept. Durch den Praxistag gewinnen die Schülerinnen und Schüler nach und nach an Selbstvertrauen. Ehrenamtliche Traudl Manka sei für die jungen Menschen zudem eine wichtige Ansprechperson für den Einstieg in das Berufsleben. In Landsberg und Umgebung hat Manka auch auf Grund früherer Tätigkeiten im Handwerk gute Kontakte zu den lokalen Betrieben. Wenn die Schülerinnen und Schüler Praktikumsplätze wie im Mehrgenerationenhaus bekommen, können sie austesten, was ihnen gefällt und worin sie gut sind. Herauszufinden, wo die eigenen Stärken liegen, dazu trägt auch der MINT-Koffer bei.