Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Projektsteckbrief

Projektsteckbrief MuM Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum e.V.

Muttersprachliche Unterstützung


Schlagworte: Beratung und Unterstützung von Familien, Bürgerbeteiligung, Freiwilliges Engagement, Freizeitgestaltung, Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, Kinderbetreuung, Offener Treff, Teilhabe

Demografietyp: 2 Zentren der Wissensgesellschaft


Siedlungstyp: Städtischer Raum


Dieses Projekt bietet kostenlose Muttersprachliche Unterstützung in 12 Sprachen.


Projektbeschreibung

Für viele Menschen, nicht nur für Zugewanderte, stellt das deutsche Hilfesystem ein schwer durchschaubarer Dschungel dar. Schreiben von öffentlichen Einrichtungen/Behörden werden schwer oder gar nicht verstanden, über Zuständigkeiten fehlt oft das Wissen, über das Leben in Deutschland wissen sie manchmal nur wenig. Das Angebot "Muttersprachliche Unterstützung" hat sich daher selbst organisiert und etabliert. Menschen mit und ohne Migrationshintergrund unterstützen und begleiten Uugewanderte und neu zugezogene Menschen in Münster in 13 unterschiedlichen Sprachen. Dazu gehören u.a. die Alltagsbegleitung, Begleitung zu Ämtern und Behörden, bei der Übersetzung von Dokumenten, im Rahmen der Kita- und Schulanmeldung und notwendigen Gesprächen. Das Angebot kann ganz niederschwellig, ohne Terminvereinbarungen in Anspruch genommen werden. So können die Unterstützerinnen direkt agieren, wenn der Bedarf da ist. Wer lieber zu einem bestimmten Termin kommen möchte, kann dies im Rahmen der Sprechstunde tun. Das Angebot wird durch eine hauptamtliche Angestellte koordiniert. Jeden Monat findet gemeinsames Frühstück mit kleinen Fortbildungen und Inputs für die Ehrenamtlichen statt. Themen sind u.a. "Wie funktioniert das Jobcenter? Was muss beachtet werden?" oder "Wie funktinioniert das deutsche Gesundheitssystem?". Es ist wichtig, dass die Ehrenamtlichen ein gutes Wissen über das deutsche Hilfesystem besitzen.


Bildergalerie


Einbindung der Querschnittziele

Die Ehrenamtlichen haben sich selbst organisiert. Sie werden durch eine hauptamtliche Koordninatorin unterstützt. Menschen jeden Alters suchen das Angebot der muttersprachlichen Unterstützung auf. Dadurch wird eine bessere Integration ermöglicht. Menschen unterschiedlichster Herkunft und aus verschiedenen Altersklassen kommen zusammen und erleben Partizipation, Ingetration, Gesellschaft und Unterstützung. Junge Menschen profitieren durch die Erfahrungen der älteren Besucher*innen, neuzugezogene durch die Erfahrungen der bereits länger hier lebenden Menschen. Jede*r kann von jedem lernen. Durch die persönlich erfahrene Hilfe, möchten viele Nutzer*innen andere Menschen unterstützen und helfen. Es entsteht ein Kreislauf, von dem alle Besucher*innen profitieren.


Wirkung

Eine Integration in Deutschland, vor allem in unserem Stadtteil, findet statt. Die Menschen lernen andere Menschen kennen, es entstehen Freundschaften, unterstützende Netzwerke werden aufgebaut, Menschen unterstützen sich gegenseitig. Vereinsamung, Sepratration und Exklusion werden dadurch vermieden. Die Menschen lernen zunehmend, sich in Deutschland zu recht zu finden. Dadurch, dass Familien integriert werden, profitieren auch die Kinder davon. Sie erfahren direkt, was Unterstützung heißt. Durch die Intergration im Stadtteil und durch die Unterstützung der Ehrenamtlichen, werden auch die Kinder besser in Kindergarten und Schule integriert, was für ihren persönlichen Lebensweg elementar wichtig ist. Auch soziale Benachteiligungen können im Idealfall verringert werden. Durch die gelingende Integration und dem intergenerativen Ansatz lernen Menschen jeden Alters sich kennen und können sich damit im Leben unterstützen (auch: Kostenersparnis des Staates).


Erfahrungsbericht

Das Angebot ist etabliert und spricht sich mittlerweile rum. Menschen melden sich auf Empfehlung für die muttersprachliche Unterstützung. Es war nicht schwer, Freiwillige zu finden. Die Ehrenamtlichen haben sich auf Grund ihrer persönlichen Erfahrungen partizipiert und selbstorganisiert. Sie haben persönlich erfahren wie es ist, in ein fremdes Land, eine neue Stadt zu ziehen und die Sprache nicht zu beherrschen oder niemanden zu kennen. Diese Erfahrungen haben sie motiviert, anderen Menschen zu helfen. Sie erleben Partizipation, es entstehen Freundschaften und gegenseitige Unterstützungen. Wichtig ist eine enge persönliche Betreuung durch eine hauptamtliche Koordinatorin. Regelmäßige Treffen, Kontakthalten, Werbung und Netzwerkarbeit in der Stadt sind sehr wichtig.

Kontaktdaten

MuM Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum e.V.

info@mum-muenster.de

http://www.mum-muenster.de


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