Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Projektsteckbrief

Projektsteckbrief Mehrgenerationenhaus Weimar-Schöndorf

Spielen verbindet


Schlagworte: Einsamkeit, Freizeitgestaltung, Inklusion, Offener Treff, Selbstbestimmtes Leben im Alter, Teilhabe

Demografietyp: 7 Wirtschaftszentren mit geringerer Wachstumsdynamik


Siedlungstyp: Städtischer Raum


"Spielverrückte" Schöndorfer treffen sich zum runden Spieletisch am Dienstag.


Projektbeschreibung

„Wer rastet der rostet.“ Was für den Körper gilt, gilt auch für das Gehirn. Draußen ist es kalt, in Schöndorf werden die Karten neu gemischt. Die meisten Frauen sind alleinstehend. Keine schöne Jahreszeit, um gerade an solchen Tagen allein zuhause zu sitzen - daher bringen wir die Leute aus der Isolierung heraus. Aus anfänglich 4 Spielern sind in der Zwischenzeit 15 Spieler geworden. Begonnen wird mit Kaffee und Kuchen und dann werden die Karten gemischt. Was die Runde schätzt, sind die Gespräche und der Austauch an Neuigkeiten. Manchmal bringen Teilnehmende ein Kreuzworträtsel mit, um die offenen Felder zu füllen. Es wird viel gelacht.


Bildergalerie


Einbindung der Querschnittziele

Einmal im Monat kommen die Kinder des benachbarten KIndergartens dazu, um den Spielern über die Schulter zu schauen. Besoneres Interesse haben die Kinder an den alten Spielen, aber auch genauso gern hören sie Geschichten aus der Kindheit der Spieler. Das belebt das Gehirn und die Zunge. So manch lustiger Streich findet dort seine Fans. Oftmals, sofern es das Wetter erlaubt, spielen sie gemeinsam auf der Terrasse.


Wirkung

Die Gruppe ist in den letzten 18 Monaten stark gewachsen. Der Redebedarf und das Lachen ist lebhafter und lauter geworden. Man trennt sich ungern und freut sich auf die kommenden Runde am Dienstag. Es haben sich Gemeinschaften gebildet, um z.B. zum Sport zu gehen oder einen Spaziergang zu machen.


Erfahrungsbericht

Es gibt kein Patentrezept für Angebote. Sie können nicht verordnet werden, sondern müssen sich entwickeln. Nur mit Gedult und Duchhaltevermögen und dem genauen Zuhören nach Wünschen und Sehnsüchten, kann man ihnen begegnen und sie motivieren und unterstützen. Gegenseitiges Vertrauen und Mut zur Überwindung eigener Ängsten sowie das Beschreiten unbekannter bzw. vergessener Wege führen wieder zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Freude auf das nächte Zusammentreffen setzt längst erloschene Synergien frei.

Kontaktdaten

Mehrgenerationenhaus Weimar-Schöndorf

koordinatorin@mgh-weimar.de

https://jul-kita.de/bildung/mehrgenerationenhaus/


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