Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Projektsteckbrief

Projektsteckbrief AWO-Familien-, Freizeit- und Lernberatungszentrum Güstrow/MGH

Aktiv im neuen Land


Schlagworte: Beratung und Unterstützung von Familien, Bildung, Einsamkeit, Freiwilliges Engagement, Freizeitgestaltung, Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, Offener Treff

Demografietyp: 9 Stark schrumpfende Kommunen mit Anpassungsdruck


Siedlungstyp: Ländlicher Raum


Menschen unterschiedlicher Kulturen lernen sich kennen und unterbreiten selbst (in der Gemeinschaft) Angebote im MGH/Gemeinwesen


Projektbeschreibung

Seit 2016 gibt es einen Zuzug von Menschen versch. Kulturen. Vorher spielten andere Kulturen in unserer Region kaum eine Rolle(Unsicherheit auf beiden Seiten). Wir wollten etwas entwickeln, was die Stärken zeigt, Mitmachen ermöglicht. Im AWO-MGH ist ein multikult. Treff entstanden,in dem sich Einheimische und Zuwanderer auf Augenhöhe begegnen,sich gegenseitig unterstützen. V.a. Frauen mit ihren Kindern nutzen diese Möglichkeit. Menschen unterschiedlicher Herkunft werden füreinander aufgeschlossen und miteinander aktiv.Die Besucher beginnen zunächst,sich mit Hilfe Einheimischer mit Möglichkeiten als Bürger in D vertraut zu machen und sich dann selbst einzubringen.So entstand im vergangenen Jahr ein Angebot im Jugendtreff, sie beteiligen sich an Aktionstagen (Sommerfest,Adventsmarkt,Vorlesetag) mit eigenen Beiträgen und beleben das Haus. Berührungsängste werden abgebaut in beiden Richtungen. Es entstehen Partnerschaften. Ein Schwerpunkt ist der ungezwungene Spracherwerb. Der Lernort ist die Gruppe,die Kinder können dabei sein. Diese Form des Lernens empfinden die Teilnehmr für sich angemessener und familienkulturkonformer. Die TN-Zahl wächst und wechselt stetig, sodass immer wieder Neuankömmlinge erreicht werden. Die TN sind offen für Neue(s). Es sind Wechsel aufgrund von Zu- und Wegzug zu verzeichnen. Das Projekt arbeitet zunehmend mit anderen Angeboten der Region zuammen. 2020 gibt es monatl. Veranstaltungen organisiert vom Sprach- und Kulturtreff für MGH & Besucher.


Bildergalerie


Einbindung der Querschnittziele

Der Treff wird über ein Projekt von einer Mitarbeietrin mit Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit organisiert. Von Beginn an gab es eine Unterstützerin aus den Reihen der Migrantinnen als Sprach- und Kulturmittlerin. Diese begleitet den Treff ehrenamtlich, zeitweise gab es Helferinnen bzgl. der Kinder. Es gibt also verschiedene Menschen, die das Gelingen dieses Treffs mit ihrem Engagement vorantreiben. Bei den Aktivitäten im und fürs MGH sind bestimmte Frauen des Treffs ehrenamtlich aktiv, indem sie das Angebot unterbreiten und erfahren auch Wertschätzung. Da die Frauen sich in verschiedenen Aktivitäten des Hauses einbringen, erfolgt auch eine Ansprache und ein Miteinander aller Generationen, so z.B. der Kinder und Jugendlichen im Club, der SeniorenInnen an den Aktionstagen, der Menschen im berufsfähigen Alter durch Begegnung im Haus oder durch gemeinsame Treffen mit dem Güstrower Bildungshaus e.V. (Berufs- und Lebensorientierung). Der Treff selbst ist generationsoffen. Das Projekt wurde in Abstimmung mit dem Landkreis Rostock, Koordinator Integration entwickelt und ist Bestandteil des Angebots des Sachgebiets Integration und Unterbringung (SIU) und damit mit dem Sozialraum abgestimmt. Darüber hinaus bestehen Koopertionen mit Familienbildung AWO, Jugendtreff AWO, DRK-Güstrow,Oase, Güstrower Bildungshaus e.V., Kunsthaus e.V.


Wirkung

Insbes.im letzten Jahr hat sich der Treff zu einem festen Angebot entwickelt. Die TN-Zahl hat sich erhöht. Wir erreichen Menschen aus ca. 7 Nationen (wechselnd). Die Möglichkeit, sich im Haus mit seinen Fähigkeiten/Stärken zu zeigen,wird in Anfängen genutzt. Es braucht die stetige Ermutigung. Deshalb soll das Projekt unbedingt weitergeführt werden. Seit 2019 nehmen die Familien des Treffs auch an unserer Familienerholungswoche in Rerik teil. Die Familien fühlen sich nicht mehr so isoliert und alleingelassen. Sie kommen mit ihren Anliegen7Fragen,bringen sich auch zum Thema "Miteinander auf Güstrower Straßen" ein. Sie sind bereit, öffentlich über sich zu berichten,um mehr Verständnis zu erreichen. Auch berufliche Orienierung konnten wir über das Projekt entwickeln, Praktika unterstützen. Der Einstieg zum aktiven Leben in Deutschland über das ehrenamtliche Engagement funktioniert. Das Projekt ist durch Mundpropaganda, Handzettel, Presse bekannt gemacht. MdB und MdL kennen es.


Erfahrungsbericht

Wichtig zum Gelingen eines solchen Projekts ist persönliche Offenheit. Es funktioniert durch eine stetig ansprechbare Person. Solche Projekte brauchen Zeit und sind gerade bei wechselnden Nutzern schwierig ohne hauptamtlichen Ansprechprtner zu realisieren. Es muss auch auf kulturelle Besonderheiten er einzelnen Besucher geachtet werden ohne Überbetonung einer Seite (braucht Wissen über die Nationen).

Kontaktdaten

AWO-Familien-, Freizeit- und Lernberatungszentrum Güstrow/MGH

mgh@awogue.de

http://www.awo-guestrow-fflz.de


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