Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Projektsteckbrief

Projektsteckbrief Mehrgenerationenhaus Schweinfurt "Treffpunkt Mitte"

Ein Plan B im Sozialraum


Schlagworte: Beratung und Unterstützung von Familien, Bildung, Digitalisierung/Digitale Bildung, Einsamkeit, Förderung der Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen, Freiwilliges Engagement, Freizeitgestaltung, Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, Jugendgerechte Gesellschaft, Offener Treff, Selbstbestimmtes Leben im Alter, Teilhabe

Demografietyp: 7 Wirtschaftszentren mit geringerer Wachstumsdynamik


Siedlungstyp: Ländlicher Raum


Das MGH Schweinfurt hat einen 'Plan B', denn hier greifen Bildung, Beratung und Begleitung ineinander und ergänzen sich.


Projektbeschreibung

Im Mehrgenerationenhaus Schweinfurt ist jede/r willkommen! So unterschiedlich wie die Besucher des MGH sind, so unterschiedlich sind auch ihre Anliegen, Bedarfe und Fragen. Die Idee des Projektes ist es, die Menschen nicht nur weiterzubilden, sondern auch individuell zu beraten und sie bei ihrem Entwicklungsprozess zu begleiten. So wird gemeinschaftlich individuellen Herausforderungen begegnet. Die Bildungskomponente des Projektes setzt sich aus verschiedenen Angeboten zusammen, die die Bedarfe der Besucher aufgreifen und zielgruppenspezifisch angehen. So finden im MGH beispielsweise zahlreiche Veranstaltungen des Stützpunktes für Verbraucherbildung statt. Die Zielgruppen sind generationsüberbreifend junge Familien, Senioren, Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung, Mieter, Vermieter und viele mehr. Für Senioren und Geflüchtete wird beispielsweise Verbraucherbildung im Hinblick auf Digitalisierung und Datenschutz angeboten. Wird darüber hinaus eine individuelle Beratung benötigt, weil es beispielsweise Probleme mit der Handyrechnung gibt, sind Mitarbeiter der Flüchtlings- und Integrationsberatung sowie der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit vor Ort anspechbar. Begleitet wird ebenso individuell im Rahmen des Offenen Treffs durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter die Besucheren bei ihren Anliegen zur Seite stehen und immer ein offenes Ohr haben.


Bildergalerie


Einbindung der Querschnittziele

Das Projekt spricht mit den Komponenten 'Bildung, Beratung, Begleitung' alle Generationen auf unerschiedliche Weise an. Die Verbraucherbildung setzt für Senioren sowie für Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung, den Fokus vorranging auf den Bereich Digitalisierung. Die Herausfordungen sind je nach Zielgruppe entweder kultureller oder technischer Art, das Ziel ist jedoch immer das gleiche: Menschen zu mehr Partizipation und Selbständigkeit zu verhelfen. Ehrenamtliche Mitarbeiter begleiten weiterführend im Rahmen von individuellen Patenschaften aber auch Gruppenangeboten. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden in den jeweiligen Einsatzbereich eingearbeitet und fortlaufend durch Angebote wie beispielsweise Fortbildungen der Ehrenamtsakademie und persönliche Gespräche begleitet. Alle drei Komponenten ergänzen bereits bestehende Angebote im Sozialraum, woraufhin neue Kooperationen gebildet wurden. Angebote der Verbraucherbildung konnten über das MGH hinaus, nun auch an Berufsfachschulen, Begegnungscafés und Seniorenstätten durchgeführt werden. Die Freude am Lernen und dadurch Teil einer Gemeinschaft zu sein, verbindet die Teilnehmer des Projektes.


Wirkung

Die Synergien von Bildung, Beratung und Begleitung geben einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen mit seinen verschieden Facetten und Bedarfen. Bei dem Projekt war es wichtig, Menschen nicht nur mit einer vorgegebenen Form des Informationsflusses zu versorgen, sondern den Besuchern verschiedene Möglichkeiten zu bieten - ob individuelle Beratung, Bildungsveranstaltungen in der Gruppe oder eine ehrenamtliche Begleitung. Im Gesamtkonzept ergänzen sich diese Angebote, so dass unterschiedliche Generationen angesprochen werden und das Angebot nutzen konnten. Die Themen der Bildungsangebote werden basierend auf den Rückmeldungen der Teilnehmer fortlaufend weiterentwickelt. Auch die Schwerpunkte in den Beratungssituationen, sowie bei der ehrenamtlichen Begleitung, ändern sich mit der individuellen Entwicklung der Teilnehmer. Die Flexibilität der Inhalte und die Anpassungsfähigkeit an die Bedarfe der Teilnehmer sind entscheidend für den Erfolg des Projektes.


Erfahrungsbericht

Gerade im Bezug auf die Angebote der Verbraucherbildung ist es besonders wichtig auf die Bedarfe der Menschen vor Ort zu reagieren und daraus ein Konzept zu entwickeln, das die Menschen dort abholt wo sie aktuell stehen. Im Bereich der Finanzen haben wir im MGH mehrere Veranstaltungen die sich an unterschiedliche Wissenstände richten. Von niedrigschwelligen Vorträgen zum allgemeinen Thema 'Sparen' über 'Das kleine 1x1 der Geldanlagen' bis hin zum Thema 'Wertpapiere' ist für jede/n etws dabei. Zur Auswertung der Veranstaltungen, werden die Teilnehmer durch schriftliche Befragungen oder auch persönliche Ansprache einbezogen. Nur so können die Angebote auch adäquat weiterentwickelt werden. Darüber hinaus möchten wir allen Menschen die Möglichkeit bieten Bildungsangebote wahrzunehmen. Insbesondere Menschen, die das MGH noch nie besucht haben und dies eine Hürde darstellt, oder Menschen die grunsätzlich Schwierigkeiten mit Mobiliät haben. Für diese Personen bieten wir auch aufsuchende Verbraucherbildung in ihrem individuellen Sozialraum an. Ob im Rahmen eines Frauenfühstücks, Seniorenkreises oder Begegnunscafes. Jeder soll die Möglichkeit haben, sich über seine Rechte als Verbraucher informieren zu können.

Kontaktdaten

Mehrgenerationenhaus Schweinfurt "Treffpunkt Mitte"

mehrgenerationenhaus-schweinfurt@diakonie-schweinfurt.de

www.mehrgenerationenhaus-schweinfurt.de


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