Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Projektsteckbrief

Projektsteckbrief Mehrgenerationenhaus Haiterbach

Werkstatt Kreativ Integrativ Haiterbach


Schlagworte: Beratung und Unterstützung von Familien, Bildung, Freiwilliges Engagement, Freizeitgestaltung, Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, MINT, Teilhabe

Demografietyp: 1 Stabile ländliche Städte und Gemeinden


Siedlungstyp: Städtischer Raum


"Wer will fleißige Handwerker sehen", ei der muss nach Haiterbach gehn.


Projektbeschreibung

Seit Mai 2018 führen wir ein neues Projekt unter dem Motto „Werkstatt – Kreativ – Integrativ – Haiterbach“ durch. Wir verfolgen im Projekt das Ziel, Kinder und Jugendliche mithilfe vielfältiger kreativer und pädagogischer Aktionen an unterschiedlichste Handwerke heranzuführen. In unseren Angeboten möchten wir Räume schaffen, in denen die Heranwachsenenden in Interaktion treten und eine Bandbreite an Handwerken spielerisch erforschen und dabei ihre praktischen und sozialen Fähigkeiten entdecken und erweitern können. Angesichts des momentanen Fachkräftemangels ist es uns zudem wichtig, Kindern den Spaß und den Zugang zum Handwerk zu eröffnen. Durch das Werken und vielmehr die damit verbundene Erfahrung, etwas selbstständig (er)schaffen zu können, wird darüber hinaus das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der Teilnehmenden gestärkt. Des Weiteren möchten wir die Kinder und Jugendlichen mit unseren Angeboten anregen, ihr Konsumverhalten zu hinterfragen und Nachhaltigkeitsgedanken zu entwickeln. Zielgruppen für das Projekt sind Kinder und Jugendliche jeder Herkunft und jeden Alters aus dem Stadtgebiet Haiterbach. Ein Drittel der zur Verfügung stehenden Plätze sind für Kinder und Jugendliche mit Flucht- und Migrationshintergrund reserviert. Die Angebote finden regelmäßig im Rahmen eines Ferienprogrammes sowie darüber hinaus an Wochenenden statt. Viefalt der Angebote: Arbeiten mit verschiedenen Materialien, Umgang mit Werkzeug, künstlerische Gestaltung.


Bildergalerie


Einbindung der Querschnittziele

In den meisten Workshops arbeiten Ehrenamtliche zusammen mit Hauptamtlichen. Ehrenamtliche leiten Kinder an und unterstützen diese, z.B. beim bauen von Nistkästen. Bei anderen Workshops arbeiten wir in den Räumen der Seniorenanlage, dabei sind die Senioren eingeladen, so haben wir Kinder, Ehrenamtliche der mittleren Altersklasse und Senioren in einer Veranstaltung. Ein sehr schöner Workshop war zum Beispiel, der Workshop "Wir stellen Eis selber her". Die Senioren unterstützen die Arbeit mit den Kindern, oder sie sind einfach dabei und kosten das Eis. Nach diesem Konzept haben wir auch an Weihnachten gebastelt und gebacken. Zu einigen Workshops kommen dann auch noch die Eltern dazu, z.B. beim Eisworkshop und lassen sich das Eis schmecken. Wie bereits erwähnt ist uns immer wichtig Kinder aus prekären Familien und auch Kinder mit Migrations- und Fluchterfahrung in die Workshops einzubinden. Dies gelingt sehr gut, da wir hier auch eine niedrigschwellige Beratung für diesen Personenkreis anbieten.


Wirkung

Das Projekt läuft seit Sommer 2018 und die Workshops wurden alle sehr gut angenommen. Auch in der Bevölkerung und in den Einrichtungen wie Kindergärten und Schule erhalten wir eine sehr gute Resonanz. Selbst Betriebe interessieren sich für das Projekt, da sie darin eine Möglichkeit sehen das Handwerk positiv darzustellen. Kinder die unsere Arbeit kennen, melden sich immer wieder für die nächsten Workshops an. Wir haben auch schon mit Familien Aktionen zur Verschönerung der Stadt durchgeführt, so dass auch ein Verantwortungsbewusstsein für das eigene Umfeld entsteht. Ebenso werden wir Kurse mit upcycling Ideen durchführen.


Erfahrungsbericht

Wir haben erfahren, dass es viele Kinder gibt die viel Freude am selber gestalten haben. Über die höhe des Zuspruchs waren wir selber erstaunt. Fast alle Workshops waren bisher ausgebucht. Durch den Ansatz Kinder mit Migrations- und Fluchterfahrung immer fest einzubeziehen haben wir eine schöne Form gefunden Kinder zusammenzubringen. In diesem Rahmen spielt Sprache eine Rolle, da es um das gemeinsame Tun geht. Ebenso erfahren diese Kinder weniger Leistungsdruck, da es keine Noten gibt. Dadurch wird das Selbstwertgefühl von allen teilnehmenden Kindern gefördert.

Kontaktdaten

Mehrgenerationenhaus Haiterbach

mgh.haiterbach@diakonie-nsw.de


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