Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Projektsteckbrief

Projektsteckbrief AWO-Mehrgenerationenhaus Landsberg

Repair Café


Schlagworte: Beratung und Unterstützung von Familien, Inklusion, Jugendgerechte Gesellschaft, Freizeitgestaltung, Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, Offener Treff, Haushaltsnahe Dienstleistungen, Teilhabe, Bürgerbeteiligung, MINT

Demografietyp: 6 Stabile Mittelstädte


Siedlungstyp: Ländlicher Raum


Ein Zeichen für einen verantwortungsbewussten und nachhaltigen Lebensstil: Gemeinschaftliches Reparieren statt Wegwerfen!


Projektbeschreibung

Anfang 2015 öffnete Landsbergs Repair Café zum ersten Mal seine Türen. Inzwischen haben weit über 1.000 Bürger das kreative und generationenverbindende Angebot im Jugendzentrum in der Spöttinger Straße aufgesucht. Hunderte reparaturbedürftige Kleingeräte aus dem Alltag wurden gemeinsam repariert und sind wieder funktionsfähig. Initiator und Organisator des Projektes ist ein Ehrenamtlicher aus dem AWO-Mehrgenerationenhaus (MGH). Er hatte an der Ehrenamtsqualifizierung „EFI - Erfahrungswissen für Initiativen“ teilgenommen, die regelmäßig durch das MGH angeboten wird. Mit ihm freut sich das ganze MGH-Team über die gelungene Umsetzung einer Idee zugunsten von einem verantwortungsbewussten und nachhaltigen Lebensstil in Verbindung mit nachbarschaftlicher Gemeinschaft und generationsübergreifenden Miteinander.


Bildergalerie


Einbindung der Querschnittziele

Natürlich kann nicht immer alles direkt vor Ort im Repair Café repariert werden, da auch mal Ersatzteile bestellt werden müssen. Grundsätzlich sind die rund 20 ehrenamtlichen Helfer bemüht, mit ihrer Fachkenntnis weiter zu helfen. Wer sich unsicher ist, ob sein besonderes Anliegen berücksichtigt werden kann, sollte sich telefonisch vorab mit dem Team verständigen, um die Aussichten für eine erfolgreiche Reparatur abzuklären. „Wir versuchen aber auch in schwierigen Fällen, Ratschläge über unsere Fachleute zu geben“, so der freiwillig engagierte Organisator des Repair Cafés. Im Vordergrund stehe das gemeinsame Reparieren der Gegenstände, um Kenntnisse zu vermitteln. Die Besucher seien dann häufig selbst in der Lage, eine kleinere Reparatur zu übernehmen.


Wirkung

Die Aktiven aus dem Repair Café haben viel Ermutigung von Seiten ihrer Besucher erfahren. Alle lobten die Idee zum nachhaltigen Konsum. Texte und Fotos bewarben das Anliegen öffentlich, es gab Preise. Mit welchen Aufgaben waren die 20 Ehrenamtlichen schon beschäftigt? Defekte Geräte wie Nähmaschinen, Lautsprecher, Kaffeeautomaten, Radios, Mixer, CD-Spieler, eine Wanduhr, ein Ghettoblaster, ein Blutdruckmesser, mehrere Haartrockner, eine elektrische Obstpresse, eine elektrische Eisenbahn, ein wackeliger Stuhl, eine Hose mit aufgerissener Naht, ein alter Plattenspieler, Mixer oder eine Spieluhr haben ihren Weg ins Repair Café gefunden. Eine Dame brachte ihr über 30 Jahre altes Tonbandgerät vorbei, dessen Bandtransport nicht mehr richtig funktionierte. Sie wollte unbedingt die Kinderstimme ihrer jetzt erwachsenen Tochter auf CD überspielen. Daneben konnte vielen Menschen mit Fluchtgeschichte geholfen werden, die ein kaputtes Fahrrad brachten.


Erfahrungsbericht

Das Repair Café findet große Akzeptanz, denn Reparieren statt Wegwerfen ist der richtige Weg. Unserer Umwelt zuliebe müssen die CO2-Emissionen vermindert und Ressourcen geschont werden! Alle Generationen treffen sich im Repair Café und tauschen sich aus. Während der Wartezeiten werden Kaffee und Kuchen angeboten.

Kontaktdaten

AWO-Mehrgenerationenhaus Landsberg

mehrgenerationenhaus.landsberg@awo-obb.de


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