Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Erste intergenerative Fachtagung im Mehrgenerationenhaus Dülmen

Das Thema „Miteinander statt nebeneinander: Neue Wege des intergenerativen Arbeitens in Bildung, Pastoral- und Sozialraum“ wurde am 09. Juni auf der ersten intergenerativen Fachtagung im Mehrgenerationenhaus Dülmen diskutiert. Etwa 100 Gäste aus sozialen und kirchlichen Einrichtungen, aus Politik, Verwaltung und Verbänden waren der Einladung zur Veranstaltung gefolgt.

Das Thema „Miteinander statt nebeneinander: Neue Wege des intergenerativen Arbeitens in Bildung, Pastoral- und Sozialraum“ wurde am 09. Juni auf der ersten intergenerativen Fachtagung im Mehrgenerationenhaus Dülmen diskutiert. Etwa 100 Gäste aus sozialen und kirchlichen Einrichtungen, aus Politik, Verwaltung und Verbänden waren der Einladung zur Veranstaltung gefolgt.
Für den Veranstaltungsort Dülmen sprächen einige gute Gründe, betonte Irmgard Neuß, die Leiterin des Mehrgenerationenhauses. So gebe es in Dülmen in den vergangenen acht Jahren ein hohes Interesse an generationsübergreifenden Themen. Mit ihren landesweiten Fortbildungsangeboten „Generationenlotse und Intergenerative Fachkraft“ sowie dem Projekt „Jugendliche begleiten Senioren“ sei die Familienbildungsstätte Dülmen schon lange in der intergenerativen Arbeit aktiv. Auch Bürgermeisterin Lisa Stremlau ist voll des Lobes für das Engagement in ihrer Kommune: „Als Bürgermeisterin kann ich nur froh und stolz sein, dass es in unserer Stadt so viele kompetente und engagierte Menschen gibt, die sich für die Entwicklung unseres Intergenerativen Zentrums und für das Miteinander der Generationen einsetzen.“
Die Tagungsbeiträge bezogen sich auf Interaktion zwischen Jugendlichen und Senioren sowie auf eine internationale Perspektive der Mehrgenerationenarbeit. So wurde berichtet, dass in Deutschland nur jeder zehnte Mensch zwischen 21 und 29 Jahren einmal pro Woche Kontakt zu einem Menschen über 60 habe. Dies sei eine Entwicklung, der es gegenzusteuern gelte, weil Menschen unterschiedlicher Generationen voneinander lernen können und müssen. Ein weiterer Beitrag behandelte ein Forschungsprojekt aus Japan, bei dem Kindergartenkinder und Menschen mit Demenz durch die Arbeit mit Musik und Bilderbüchern miteinander in Kontakt gebracht worden sind, was für beide Seiten ein Gewinn gewesen sei.
Den Ausklang der Tagung bildeten Workshops, in denen sich die Teilnehmenden intensiv mit Praxisbeispielen der intergenerativen Arbeit beschäftigten. Insgesamt zeigte die Veranstaltung, dass es in der Mehrgenerationenarbeit wichtig ist, Praxiselemente mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verknüpfen. Dülmen geht hier mit gutem Beispiel voran. Die intergenerative Fachtagung soll nicht die einzige Gelegenheit zur Information, zum Austausch und zur Vernetzung bleiben.


Weitere Infos: www.fbs-duelmen.de www.igz-duelmen.de