Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Ganz und gar nicht fremd – Katarina Barley im MGH Eschborn

Multikulturelles Zusammenleben kennt man in Eschborn schon lange. Die Stadt nördlich von Frankfurt am Main ist seit vielen Jahren durch Zuwanderung geprägt. Hier leben Menschen aus über 100 Nationen miteinander, was sich sowohl im Stadtbild zeigt als auch im Mehrgenerationenhaus.


Am 30. August hat Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley das Mehrgenerationenhaus besucht und erfahren, wie die Gemeinschaft vor Ort gelebt wird. Wie sich Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen im MGH Eschborn einbringen, wurde deutlich, als eine Gruppe junger Geflüchteter aus Syrien und Afghanistan Szenen aus dem selbst erarbeiteten Theaterprojekt „Auf einmal fremd“ aufgeführt hat. Das Stück befasst sich mit Flucht und den Auswirkungen für die Geflüchteten. Die Eindrücke aus dem Stück haben auch bei den darauffolgenden Gesprächen der Gäste mit der Familienministerin nachgewirkt. Eine Seniorin, die nach dem Zweiten Weltkrieg selbst Flucht erfahren musste, sagte ergriffen: „Jetzt weiß ich mehr über die Einzelschicksale der jungen Flüchtlinge“. Deren Gedanken kreisen stark um ihre eigene Bleibeperspektive. Die Mitglieder der Theatergruppe hoffen darauf, in Deutschland bleiben zu können und hoben noch einmal hervor: „Afghanistan ist nicht sicher.“


Katarina Barley betonte, wie wichtig es ist, dass Menschen aus unterschiedlichen Generationen, aber mit ähnlichen Geschichten miteinander in Kontakt kommen, weil es den jungen Geflüchteten helfe, ihre Erfahrungen zu verarbeiten: „Hier engagieren sich Menschen, die in ihrer Kindheit mit ihren Familien in schlimmen Kriegsjahren selbst einmal fliehen mussten, für junge Menschen, die gerade bei uns angekommen sind. Das bewegt mich sehr und wärmt mir das Herz.“


Nach dem Besuch der Ministerin standen Seniorinnen und Senioren, Geflüchtete und weitere Gäste des Hauses noch lange zusammen und tauschten sich aus. Hier wurde deutlich, wie aus „Auf einmal fremd“ sehr schnell „Ganz und gar nicht fremd“ werden kann.

 

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