Bericht: Filmclub vom 02.02.2012
16.02.12
Quelle: Online
Der Filmclub informiert
Im Februar stand der britische Spielfilm " Der große Eisenbahnraub" aus dem Jahr 1979 auf dem
Programm. Thema des Films ist der große Eisenbahnraub von 1855, bei dem eine Gruppe Krimineller
rund 200 lbs. Gold (entspricht 91 Kilogramm) aus einem fahrenden Zug entwendete, der sich auf dem
Weg nach Folkestone befand.
Bestseller-Autor Michael Crichton "Jurassic Park" verfilmte hier in dieser Krimikomödie wie ein Jahr
zuvor in "Coma" ein eigenes Drehbuch. Er kann dabei mit Sean Connery mit einem Hauptdarsteller
aufwarten, dem die Rolle wie auf den Leib geschnitten scheint.
England 1855. Jeden Monat schickt das britische Königshaus größere Mengen Gold in einem Zug
nach Russland, um die dort im Krimkrieg kämpfenden Soldaten ihrer Majestät zu unterstützen. Die
Regelmäßigkeit, mit der das geschieht, bringt den "Gentleman" Edward Pierce (Sean Connery) auf
eine Idee: Er tüftelt einen Plan aus, den Zug zu stoppen und auszurauben.
Die Presse lobte damals vor allem die authentische Darstellung der viktorianischen Lebensumstände
in allen Details. Besonders bemerkenswert fanden die Filmkritiker die Szene, in der Donald
Sutherland als Leiche in den Zug geschmuggelt wird, die Action-Szene auf dem Dach des Zuges und
die Bettszene von Sean Connery mit Leslie Ann-Down.
Der Film gewann 1980 den Edgar Allan Poe Award als bester Film.
Wie immer wurde auch dieser Filmabend von Hartmut Koch moderiert. Er erzählte u.a. über die
historische Vorlage zu diesem Film, das Leben in der viktorianischen Zeit und dem Krimkrieg, der im
Hintergrund den Film durchzieht.
Der Krimkrieg (auch Orientkrieg genannt) war ein militärisch ausgetragener Konflikt von eurasischem
Ausmaß. In ihm standen sich von 1853 bis 1856 Russland auf der einen und das Osmanische Reich,
Frankreich, Großbritannien und ab 1855 auch Sardinien auf der anderen Seite gegenüber. Der
Versuch Russlands, sein Gebiet zu Lasten des zerfallenden Osmanischen Reiches zu vergrößern,
wurde durch den Einsatz Großbritanniens und Frankreichs verhindert.
Am Ende des Filmabends lud Hartmut Koch seine Filmgäste zu dem "Langen Filmabend" am 9. März
in das MGZ ein.
Zur Aufführung kommt das amerikanische Filmdrama "Dr. Schiwago" aus dem Jahr 1965. Der Film
basiert auf dem Roman von Boris Pasternak und zeichnet sich u. a. durch die herausragende
Besetzung mit namhaften Schauspielern wie Omar Sharif, Julie Christie, Sir Alec Guinness, Geraldine
Chaplin und Klaus Kinski aus. Der Film erhielt 5 Oscars.
In der Pause zwischen den beiden Filmteilen wird ein kleiner Imbiss gereicht.
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