Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser - Ein Fall für Escher

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Ein Fall für Escher

Wenn Peter Escher über das Mehrgenerationenhaus Eisleben spricht, schwingt Begeisterung in jedem seiner Worte mit. "Ich finde toll, dass dort Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren zusammenkommen und gemeinsam so viel unternehmen", sagt der Mann, der in seiner MDR-Ratgebersendung "Ein Fall für Escher" Woche für Woche Verbraucherinnen und Verbrauchern aus der Klemme hilft. Für viele sei das ehemalige Jugendhaus "Sternschnuppe" ein zweites Zuhause. "Vor allem für die, deren Familien auseinander gerissen wurden, bietet das Haus so etwas wie eine große Ersatzfamilie", sagt Escher. Das Mehrgenerationenhaus Eisleben hat von der Krabbelgruppe bis zum Seniorentanz für jede und jeden etwas im Programm.???aural:Bildanfang???Porträt Peter Escher???Gro�ansicht des Bildes???Peter Escher???aural:Bildende???

Menschen mit Mut gesucht

Er wurde als prominenter Pate bei der Auftaktveranstaltung des Mehrgenerationenhauses Eisleben im Juni präsentiert, doch der MDR- Moderator engagiert sich schon viel länger für das Haus im Mansfelder Land. Vor zwei Jahren suchte er in seiner Sendung "Menschen mit Mut, die etwas Außergewöhnliches schaffen wollen und dabei Unterstützung brauchen." Gefunden hat er die Leiterin des Hauses Doris Coiffier und ihre Kollegin Daniela Becker.

Vor Begeisterung brennen

"Das Haus war in einem katastrophalen Zustand, die Elektrik war geradezu lebensgefährlich, das Dach marode", erinnert sich Peter Escher an seinen ersten Besuch in Lutherstadt Eisleben. "Aber das Leben im Haus - die Kinder und die vielen Aktivitäten - haben meine Redakteure sofort von diesem Projekt überzeugt." Besonders beeindruckt hat Escher schon damals das Engagement der beiden Frauen Coiffier und Becker, das die Menschen vor Ort damals wie heute mitreißt. "Die beiden brennen lichterloh vor Begeisterung, das steckt an", sagt er.

Hilfslawine losgetreten

Peter Escher drehte damals eine Sondersendung über das Haus sowie seine Besucherinnen und Besucher. Darin rief er dazu auf, dem Haus zu helfen. "Mit unserem Film und dem Gespräch im Studio haben wir eine richtige Hilfslawine losgetreten", erinnert sich der Moderator. Die einen haben Farben spendiert, eine Firma stand mit einer ganzen Malerbrigade auf der Matte, die Elektroinstallation war ein willkommenes Lehrlingsobjekt für einen Hallenser Betrieb. Innerhalb eines Jahres ist das Haus komplett saniert worden. "Es ist ein wunderbares Gefühl zu wissen, auch wir haben einen Beitrag geleistet - zwar nicht mit den Händen, aber doch mit Ideen, mit Überzeugungskraft und der großen Hilfsbereitschaft der Escher-Zuschauer", sagt er nicht ohne Stolz.

Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser überzeugt

Für Escher gehört es schon fast zum Alltag, Gutes zu tun: An jedem Donnerstag hilft er Zuschauern des MDR-Fernsehens, wenn sie Probleme mit Behörden, Versicherungen, Banken oder Ärger mit dem Chef oder der Chefin haben. Und das bereits seit mehr zwölf Jahren. Doch Escher engagiert sich nicht nur beruflich für Menschen, sondern auch privat. Er setzt sich für krebskranke Kinder ein, hat 2002 eine Stiftung für die Kinderkrebsforschung gegründet und veranstaltet regelmäßig eine Benefiz- Gala. Das Mehrgenerationenhaus Eisleben hat ihn nun auch von der Idee des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser überzeugt.

Die Macht des Fernsehens nutzen

"Wenn Jung und Alt in einem Haus zusammenkommen, ist das ein Gewinn für alle", sagt er. In Eisleben hat der Journalist das Miteinander verschiedener Generationen als sehr angenehm empfunden. "Die Jugendlichen bekommen Hilfe bei ihren Schularbeiten und die Älteren bleiben geistig fit." Er selbst erfährt in seiner Familie, wie Jung und Alt voneinander lernen können. Sein Sohn würde ihm "vor allem Gelassenheit" beibringen, sagt Peter Escher. Die kann er angesichts seines prallen Terminkalenders gut gebrauchen. Wie er das alles unter einen Hut bringt? Manchmal müsse sein Privatleben schmerzlich hinter dem Engagement zurückstehen, antwortet er. Aber Peter Escher kann nicht anders. Er weiß, dass das Fernsehen eine große gesellschaftliche Macht verfügt - und die möchte er mit Bedacht für Gutes nutzen.

Als Häuserpate aktiv werden

Escher wünscht sich, dass gesellschaftliches Engagement auch bei den deutschen Unternehmen noch mehr zum guten Ton gehöre - so wie in den USA. "Das schlägt sich vielleicht nicht sofort in Heller und Pfennig nieder, aber für das Image eines Unternehmens ist das soziale Engagement sehr wichtig. Das kommt irgendwann doppelt und dreifach zurück", meint er.

Seine eigene Unterstützung für das Mehrgenerationenhaus Eisleben soll sich nicht auf den Titel des Häuserpaten beschränken. Der Moderator denkt bereits darüber nach, ob er einmal einen Workshop zu Verbraucherthemen dort anbietet. "Ich könnte für die Jugendlichen auch einige Prominente des MDR mitbringen", sagt er. Auf jeden Fall aber will Escher bald in seiner Sendung über den aktuellen Stand der Hausrenovierung berichten - seine Begeisterung dabei ist schon jetzt garantiert.


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