Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser - Exportidee Mehrgenerationenhaus

Logo des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend


Exportidee Mehrgenerationenhaus

Besuch aus St. Petersburg im Mehrgenerationenhaus Trier vergrößern Besuch aus St. Petersburg im Mehrgenerationenhaus Trier

Mehrgenerationenhäuser haben eine Vorbildfunktion und das nicht nur in Deutschland. Nachdem wir an dieser Stelle bereits über den Besuch einer litauischen Delegation im Mehrgenerationenhaus Nauen berichtet haben, empfing nun auch das Mehrgenerationenhaus Trier Besuch aus der Ferne.

Am 20. November 2009 wurde ein sechsköpfiges russisches Team der Akademie der öffentlichen Verwaltung in St. Petersburg durch die Räume des „Hauses der Familie" geführt – und war begeistert von dem Angebot. Der Kontakt zum Mehrgenerationenhaus Trier ist über das Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz entstanden. Neben dem Erfahrungsaustausch mit der Leitung des Mehrgenerationenhauses waren die Delegierten an den vielfältigen Aktivitäten und den erfolgreichen generationsübergreifenden Projekten interessiert.

Alle Kinder brauchen Nestwärme

Die russischen Gäste wurden von Petra Moske, Gründerin und erste Vorsitzende des Trägervereins „nestwärme Deutschland", und René Schaefer, Koordinator des Mehrgenerationenhauses, in Empfang genommen und erhielten einen Einblick in die Schwerpunkte und Angebote des Hauses. Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit schwerstkranken und behinderten Kindern und ihren Familien, die auch die Unterstützung der Betroffenen in finanziellen, pflegerischen und lebenspraktischen Bereichen umfasst.

Seit der Anerkennung als Mehrgenerationenhaus hat der Verein „nestwärme Deutschland" seine generationsübergreifenden Angebote stark ausgebaut: Eine Kinderkrippe mit flexibler Kinderbetreuung, eine integrative Krippe sowie verschiedene Berufsberatungsangebote für Jugendliche sind genau auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer abgestimmt. Besonders am Herzen liegt den Mitarbeitern des Hauses das Projekt „Zeit schenken" bei dem Familien von freiwillig Engagierten im Alltag unterstützt werden – ein Angebot, das von allen Beteiligten mit viel Freude angenommen wird.

Exportidee Mehrgenerationenhäuser

Die Vielfalt an generationenübergreifenden Angeboten begeisterte die russischen Delegierten. Schnell war die Idee geboren, das Konzept der Mehrgenerationenhäuser nach St. Petersburg zu „exportieren". In einer Gesprächsrunde wurden Fragen zu den Finanzierungsmöglichkeiten z.B. durch Fundraising oder durch die Unterstützung von prominenten Patinnen und Paten diskutiert. Das Mehrgenerationenhaus Trier berichtete von den guten Erfahrungen mit seinem prominenten Paten, dem Tenor Thomas Kiessling, sowie mit seiner Schirmherrin Dr. Brigitte Mohn, Gesellschafterin der Bertelsmann AG. Auch die Unterstützung durch mehrere Stiftungen und private Fördermitglieder kam zur Sprache.

Der Abschied fällt schwer

Für alle Beteiligten war der Besuch eine Bereicherung. „Die Atmosphäre war sehr angenehm. Die Gäste waren begeistert vom Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und fühlten sich sehr wohl bei uns", berichtet René Schaefer. Es wurde viel gelacht – trotz gelegentlicher Schwierigkeiten der Dolmetscherin, die Pointen der russischen Delegierten ins Deutsche zu übersetzen. Den Kontakt wollen nun beide Parteien beibehalten. Und eine Reise der Trierer nach St. Petersburg ist bereits in Planung: sie haben den Petersburgern tatkräftige Unterstützung und Beratung beim Aufbau ihres Mehrgenerationenhauses versprochen.


Springen Sie direkt: zur Hauptnavigation zum Seitenanfang



Webbug