Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser - Von Strandcafés und tanzenden Muscheln

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Von Strandcafés und tanzenden Muscheln

Leipzig1 vergrößern Kreativ-Chaos auf dem Basteltisch: Alla Mostovetska aus dem Mehrgenerationenhaus Leipzig Mitte, freut sich über die rege Teilnahme am Bastelstand.

Atlantis – mit diesem Namen verbinden die meisten Menschen das untergegangene mythische Inselreich der griechischen Antike.
Für 1.800 Leipziger Kinder aber war es auch in diesem Jahr wieder der größte Ferienspaß.
In den ersten beiden Wochen der Sommerferien wurde unter der Leitung des Mehrgenerationenhauses Leipzig „Haus Steinstraße e.V.“ zum fünften Mal das Projekt „Stadt in der Stadt“ in der Leipziger Parkanlage Rabet erfolgreich ausgerichtet. Mittlerweile ist es das größte Ferienspielangebot vor Ort.
Unter dem Motto „Ozeanien-Atlantis“ konnten die sechs- bis zwölfjährigen Schülerinnen und Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre eigenen Ideen entwickeln. Sie erkundeten die geheimnisvolle Wasserwelt, probierten, spielten, bauten. In der Kinderstadt kamen die kleinen Kreativen voll auf ihre Kosten - ob beim Theater, Tanz, der Bürgermeisterwahl oder beim Gebäude- und Schiffsbau. Der zehnjährige Moritz zum Beispiel baute mit seinem Team ein Boot und verriet den Stadtreporter-Kids Oleg und Nathalie: „An dem Schiff gefällt mir besonders die Tür, weil man die von oben nach unten aufmacht."

Segel oder Fahne?

Wie baut man überhaupt ein Schiff? Wo fängt man an und wo hört man auf? Am Heck oder am Bug? Diese und viele weitere Fragen mussten sich die Kinder selbst erarbeiten und beantworten. Zeichnen, ausmessen, zusägen, kleben und immer wieder ausprobieren hieß die Devise. Wichtig dabei war vor allem, dass die Kinder ihre Werke selbstständig und nach Möglichkeit ohne Hilfe der Betreuerinnen und Betreuer vollendeten. Dazu gehörte natürlich auch das Gestalten und Einrichten der Häuser und Schiffe. Das bringt natürlich Diskussionen mit sich: Kuschelecke oder Hängematte? Segel oder Fahne?Während des Stadtbaus haben sich das Mehrgenerationenhaus Leipzig und seine Projektpartner noch viele weitere Angebote für die Schülerinnen und Schüler überlegt. Beispielsweise konnte an den Ständen der beiden Leipziger Mehrgenerationenhäuser Leipzig und Leipzig Mitte „Ariowitsch Haus“ kräftig gebastelt, gemalt oder getöpfert werden. Zwölf Tage lang betreuten hier die Mitarbeiter-Teams und freiwillig Engagierten die Kinder. Mit Staffelei, Farbe und Pinsel ausgestattet konnte jeder sein individuelles Unterwasserbild malen oder nebenan einen tollen Piratenhut basteln. Auch am Keramik-Stand der Mehrgenerationenhäuser waren der Kinderfantasie keine Grenzen gesetzt: Hier wurden Schiffe, Anker, Steuerräder oder Segel getöpfert.
Für die Verpflegung der Kinder war bestens gesorgt, Eis und andere Leckereien ließen Kinderaugen strahlen. „Eis mit Kiwi, das war lecker!“, schwärmte die achtjährige Ailin.

Große Projekte brauchen viele Hände

Leipzig2 vergrößern Helene Scharge aus dem Mehrgenerationenhaus Leipzig ist von dem Talent der kleinen „Töpfer“ begeistert.

Jedes Jahr schließen sich unter der Federführung des Mehrgenerationenhauses Leipzig für die „Stadt in der Stadt“ eine Vielzahl soziokultureller Zentren und Vereine aus Leipzig zu einer Projektgruppe zusammen. Durch dieses Netzwerk mit unterschiedlichen Kompetenzen, Ressourcen und Kontakten wurde wieder ein ganz besonderes Ferienprojekt organisiert. Die Kinder lernen dabei, nachhaltig zu planen, mit Werkzeugen und Holz umzugehen und im Team zu arbeiten. „Dass wir dieses tolle Projekt immer wieder ausrichten können, haben wir vor allem unseren Partnern und Sponsoren zu verdanken, die uns jedes Jahr mit Materialien, Spenden, freiwilligen Helfern und viel Engagement und Leidenschaft unterstützen“, sagte Ulrike Bernard, Geschäftsführerin des Mehrgenerationenhauses Leipzig.Und die Ergebnisse konnten sich wirklich sehen lassen: Von der „blauen WM Bude“ über „die tanzende Muschel“ bis hin zum „Strandcafé der Atlantiker“ waren individuelle und kreative Gebäude und sogar Schiffe entstanden. Das Ferienspiel war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg.

Ferienspaß im Mehrgenerationenhaus Leipzig

Die Kinder freuen sich schon wieder auf die nächsten Ferien im Herbst, wenn das Mehrgenerationenhaus Leipzig wieder eines seiner beliebten Ferienspiele ausrichtet. Denn das Haus bietet auch in den Herbstferien so genannte „Ferienbetreuungsprogramme“ für Kinder an. Unterschiedliche Mottos und Themenbereiche sorgen dabei für abwechslungsreiche Freizeit. Dabei stehen alle Bereiche des Hauses Kopf: Zum Thema „Gesunde Ernährung“ beispielsweise konnten in den letzten Herbstferien rund 50 Kinder an Workshops teilnehmen und alles Wichtige über das Thema lernen. Bei soviel Abwechslung werden alle Ferien zu besonderen Ferien. Ferienangebote sind eine von vielen Stärken der Mehrgenerationenhäuser und das nicht nur in Leipzig.


29.07.2010


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