Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser - Gestresste Eltern? – Nicht in Haßfurt!

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Gestresste Eltern? – Nicht in Haßfurt!

Hassfurth vergrößern Die frischgebackenen Diplom-Babysitter mit ihren Urkunden. Von links: Dr. Arman Behdjati-Lindner (Schirmherr), Gudrun Greger (Leiterin des Mehrgenerationenhaus Haßfurt), Sarah Dippe, Vanessa Ankenbrand, Lea Rennert, Sabrina Kraus, Laura Dürbeck, Vera Ksinski, Sebastian Walla, Desirée Weippert, Lisa Pottler, Daniel Lorz (Leiter der Jugendarbeit des Bayerischen Roten Kreuzes Haßberge), Marie Fester, Lena Dürbeck.

Für viele Familien startet der Alltag oft hektisch: Da müssen die Kinder geweckt und angezogen, das Frühstück zubereitet, Pausenbrote geschmiert und anschließend die Stationen Kita oder Schule angefahren werden. Nach einem langen Arbeitstag geht das Ganze wieder von vorne los, wenn die Kids abgeholt werden müssen, Hunger haben, Hausaufgaben erledigen und dann weiter zum Fußball oder Ballettunterricht wollen. Wenn mal etwas dazwischenkommt, wird der Tagesablauf schnell zur fast unlösbaren Aufgabe. Gut, wenn dann jemand da ist, der mal auf die Kinder aufpasst, damit man einen wichtigen Termin wahrnehmen oder einfach mal die Seele baumeln lassen und entspannen kann.

Diplomierte Babysitter entlasten Eltern

Aber was tun, wenn Oma oder Opa nicht einspringen können? Das Mehrgenerationenhaus Haßfurt hat die Lösung: Eltern können ab sofort für die Betreuung ihrer Kinder einen diplomierten Babysitter vor Ort buchen. Ein Anruf im Mehrgenerationenhaus Hassfurt genügt, und schon weiß man, welcher der zwölf Diplom-Sitter zum gewünschten Termin zur Verfügung steht.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Mehrgenerationenhaus Haßfurt und dem Jugendverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ermöglichte es elf Mädchen und einem Jungen im Alter von zwölf bis 17 Jahren, zum ersten Mal eine Ausbildung als „Babysitter mit Diplom" zu machen. In einer mehrtägigen Schulung konnten die Jugendlichen viel über die Entwicklung des Kindes, über die Rechte von Kindern, über die Erwartungen der Eltern an einen Babysitter und über medizinische Grundlagen lernen. Daniel Lorz, Leiter der Jugendarbeit des BRK im Landkreis Haßberge vermittelte den Kindern neben Erste-Hilfe-Kenntnissen auch Informationen zur eigenen Rechtssicherheit sowie grundlegende Regeln im Umgang mit Erwachsenen und Kindern. Ebenfalls an der Ausbildung der Sitter beteiligt waren der Kinderarzt Dr. Arman Behdjati-Lindner und die Projektkoordinatorin und Leiterin des Mehrgenerationenhauses Haßfurt Gudrun Greger.

Die engagierten Diplom-Sitter kosten sechs Euro pro Stunde. Davon geht jeweils ein Teil an den Jugendverband des Bayerischen Roten Kreuzes, an das Mehrgenerationenhaus Haßfurt und an den betreuenden Jugendlichen und dient somit neben der Entlohnung der Diplom-Sitter auch zur Deckung entstandener Kosten für Ausbildung und Organisation.

Gute Aussichten für die Zukunft

Hassfurth2 vergrößern Freudestrahlend nahm die mit 17 Jahren älteste Teilnehmerin Desirée Weippert Urkunde und Diplom in Empfang. Außerdem im Bild: Dr. Arman Behdjati-Lindner, Gudrun Greger, Daniel Lorz (v.l.)

„Damit die Jugendlichen möglichst kurze Wege zu ihren Einsätzen haben und wir bald auch flächendeckend den gesamten Landkreis Hassberge bedienen können, wird es in Zukunft weitere Kurse geben", sagt die Leiterin des Mehrgenerationenhauses Gudrun Greger. „Alle Jugendlichen, die sich für die Ausbildung zum Babysitter interessieren, verantwortungsbewusst sind und außerdem ihr Taschengeld ein wenig aufbessern möchten, sind herzlich dazu aufgefordert sich im Mehrgenerationenhaus Haßfurt zu melden."

Im Mehrgenerationenhaus Haßfurt spielt die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf" schon lange eine zentrale Rolle. Das Diplom-Babysitter-Projekt ist dabei ein innovativer Akzent, mit dem die engagierten Jugendlichen neben Fachwissen auch wichtige soziale Kompetenzen erwerben. „Das ist ein ganz wichtiger Beitrag für unseren Landkreis", sagte Gudrun Greger bei der Übergabe der Ausweise und Urkunden an die frischgebackenen Babysitter.

24.08.2010


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