Brücken bauen für die Zukunft
Die regionale Vernetzung von sozialen Einrichtungen und der freien Wirtschaft fördern – das ist das Ziel des Aktionstages „Brücken bauen" in Braunschweig. Einmal im Jahr stellen soziale Träger dafür auf einer Projektbörse ihre Arbeit und Projekte vor. Vertreterinnen und Vertreter aus der Privatwirtschaft können dann ein für sie passendes Projekt auswählen und unterstützen. Je nach Interessen und Ressourcen der Partner, entstehen so ganz individuelle Kooperationen: Die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen verschönern Hinterhöfe, spielen Fußball für den guten Zweck oder bemalen einen Karnevalswagen.
Auch das Mehrgenerationenhaus Braunschweig beteiligt sich jedes Jahr mit Projektideen und wirbt um Unterstützung. In den letzten drei Jahren wurden im Rahmen von Kooperationen mit verschiedenen Unternehmen die Flure und Räume des Mehrgenerationenhauses gestrichen, eine Catering-Fortbildung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt und mehrere gemeinsame Ausflüge organisiert. Für das Mehrgenerationenhaus bietet die jährliche Teilnahme - neben den konkreten Ergebnissen der Zusammenarbeit und finanziellen Einsparungen - vor allem auch die Chance, langfristige Partnerschaften aufzubauen. „Der Brückenbautag schafft die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu pflegen. Und das erleichtert es wiederum, zu einem späteren Zeitpunkt aufeinander zuzugehen", erklärt die Geschäftsführerin des Mehrgenerationenhauses, Monika Döhrmann. Auch im Falle der langjährigen Kooperation mit der Grafikagentur „Einschnitt" hat die Zusammenarbeit mit einem Brückentag begonnen.
Tipps und Tricks vom Profi
Seit 20 Jahren informiert die Vereinszeitung „mamma mia" Mitglieder und Interessierte über aktuelle Entwicklungen, Themen und Aktionen im Mehrgenerationenhaus Braunschweig. Allerdings ließ das Erscheinungsbild der Zeitung nach Ansicht der Herausgeberinnen und Herausgeber noch einige Wünsche offen. Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen beschloss Monika Döhrmann im Jahr 2008 deshalb eine grundlegende Umgestaltung des Blattes und machte sich auf die Suche nach professioneller Hilfe. Über den Aktionstag „Brücken bauen" konnte schließlich ein Kontakt zur Grafikagentur „Einschnitt" geknüpft werden. „Die Leute von Einschnitt haben uns dann erstmal die Grundlagen grafischer Darstellung und Informationsaufbereitung erklärt", sagt Kerstin Maschewski, Mitarbeiterin im Mehrgenerationenhaus. Dazu gehörte zunächst die einheitliche und übersichtliche Gestaltung der Texte durch Formfestlegungen in Schrift, Schriftgröße und Textaufbau, aber auch die Vermittlung von Grundkenntnissen in der Bildbearbeitung. „Wir haben uns die alte Zeitung genommen und in einem Workshop anhand von Best Practice Beispielen unsere Verbesserungsvorschläge besprochen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses waren sehr wissbegierig und hatten viele eigene, kreative Ideen. Das war eine tolle Zusammenarbeit", resümiert Holger Tippe, Geschäftsführer von „Einschnitt". Schon nach einer einzigen mit professioneller Hilfe produzierten Ausgabe konnten die Herausgeberinnen und Herausgeber von „mamma mia" die Gestaltung eigenständig umsetzen. Lediglich bei der Endredaktion schauen die Profis heute gelegentlich noch auf knifflige Fragen des Feinschliffs.
Bei den Nutzerinnen und Nutzern des Mehrgenerationenhauses kommt das neue Design der Zeitung gut an: „Alle sind begeistert von dem neuen Layout", freut sich Kerstin Maschewski. Die professionelle Gestaltung hat neben dem ansprechenden Layout und verbesserten Inhalten aber noch einen zweiten Effekt: „Wir sind selbstbewusster geworden. Wir haben sogar je ein Exemplar an den Bundespräsidenten und alle Fraktionen des Bundestags geschickt", berichtet Monika Döhrmann mit einem Lächeln.
Brücken für die Zukunft
Aus der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Mehrgenerationenhaus und „Einschnitt" ist eine dauerhafte Kooperation entstanden. Wenn es um die Gestaltung von Drucksachen geht, kann sich das Mehrgenerationenhaus nun seit eineinhalb Jahren an die Profis der Agentur wenden. Bei regelmäßigen Treffen im Mehrgenerationenhaus findet ein intensiver Austausch statt – und es entstehen immer wieder neue Projekte. Unter anderem hat „Einschnitt" bereits zwei Sonderaktionen des Mehrgenerationenhauses filmisch dokumentiert. Das Ergebnis ist nun auf einem Videoportal im Internet zu bewundern.
Die enge Zusammenarbeit befruchtet beide Seiten in vielfältiger Weise. „Wir machen das, weil unsere Mitarbeiter dadurch die Möglichkeit haben, sich kreativer einzubringen. Außerdem ist Non-Profit gut für die Seele", erklärt Holger Tippe. Für das Mehrgenerationenhaus ist die Zusammenarbeit gleich in zweifacher Hinsicht nützlich: Durch die Kooperation können Projekte geplant werden, die ohne das professionelle Know-how der Agentur nicht realisierbar wären. Gleichzeitig fördert die Zusammenarbeit das unternehmerische Denken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Mehrgenerationenhaus. Brücken sind eben nützlich – für alle Seiten.
08.03.2010
Springen Sie direkt: zur Hauptnavigation, zum Seitenanfang







