Flexibel und zuverlässig: die Kinderbetreuung in den Mehrgenerationenhäusern
Kinderbetreuung spielt im Angebot der Mehrgenerationenhäuser eine herausragende Rolle: Vier von fünf Mehrgenerationenhäusern haben entsprechende Angebote im Programm, die anderen kooperieren fast alle eng mit regionalen Partnern wie beispielsweise der Kindertagesstätte in der Nähe des Mehrgenerationenhauses. Klar ist: In fast allen Häusern finden Eltern schnelle, flexible und unbürokratische Unterstützung für den individuellen Betreuungsbedarf.
Große Nachfrage nach Kinderbetreuung
Die Kinderbetreuungsmöglichkeiten in den Mehrgenerationenhäusern treffen auf großes Interesse. Das zeigen die Ergebnisse der Wirkungsforschung. Deutschlandweit nehmen die Nutzerinnen und Nutzer täglich mehr als 20.000 Betreuungsangebote in Anspruch. Im Durchschnitt werden damit durch das Angebot der bundesweit 500 Mehrgenerationenhäuser 7.400 Menschen jeden Tag erreicht. Umfragen belegen, dass Eltern besonders die große Flexibilität der Betreuungsmöglichkeiten schätzen – ganz klar eine der Stärken der Mehrgenerationenhäuser.
Viele Angebote, optimale Betreuung
Die Mehrgenerationenhäuser zeichnen sich besonders durch ein umfassendes Spektrum an Betreuungsangeboten aus. Die Spanne der über 900 verschiedenen Angebote reicht von der Regelbetreuung, den generationenübergreifenden Spielmöglichkeiten über die Vermittlung von Tageseltern bis hin zur Betreuung in Rand- und Notfallzeiten. Mütter und Väter finden in vielen Einrichtungen sogar eine Rund–um-die-Uhr-Unterstützung. Was genau in einem Haus angeboten wird, hängt vom konkreten Bedarf vor Ort ab. Im niedersächsischen Nordenham wurden im Mehrgenerationenhaus Ferienprogramme entwickelt, in deren Rahmen Kinder an altersgemischten Ferienfreizeiten teilnehmen können. Je nach Alter und Bedarf beziehungsweise Interesse können Kinder und Jugendliche in den Häusern aus einer großen Zahl unterschiedlicher Angebote auswählen: von der Hausaufgabenhilfe bis zu Sport- oder Kulturprogrammen. Ergänzend zur Betreuung stehen die Mehrgenerationenhäuser Eltern mit Ratschlägen und Tipps zur Seite: Wie kann ich meinen Sohn unterstützen, wenn er eine Lernschwäche hat? Was mache ich, wenn meine Tochter in der Schule keinen Anschluss findet? Wie finde ich einen geeigneten Hortplatz für mein Schulkind?
Austausch zwischen den Generationen
Bei allen Aktivitäten messen die Mehrgenerationenhäuser dem Austausch zwischen den verschiedenen Lebensaltern eine herausragende Bedeutung zu. Das gilt natürlich auch für die Kinderbetreuung, beispielsweise im Zusammenhang mit den so genannten „Leihgroßeltern-Projekten": Seniorinnen und Senioren übernehmen zeitweise die Betreuung von Kindern. Wie funktioniert das? Im Mehrgenerationenhaus Fürth beispielsweise wird zunächst in einem persönlichen Gespräch ausgelotet, ob sich interessierte Menschen für eine Großeltern-Patenschaft eignen. Ein detaillierter Fragebogen hält Wünsche, Erwartungen und zeitliche Kapazitäten beider Seiten fest. Wichtig ist natürlich auch, dass Leihgroßeltern und -enkel nicht zu weit voneinander entfernt wohnen, so dass einem regelmäßigen Kontakt nichts im Wege steht.
Darüber hinaus gibt es in den Mehrgenerationenhäusern eine Vielzahl von Gelegenheiten, bei denen Jüngere und Ältere ins Gespräch kommen und gemeinsam etwas unternehmen können. Das Bremer Haus veranstaltet beispielsweise regelmäßig Ausflüge, die sich gezielt an alle Generationen richten. Die Exkursionen – wie Museumsbesuche oder historische Rundgänge – bescheren Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen gemeinsame Erlebnisse, die häufig den Beginn guter Freundschaften zwischen den unterschiedlichen Lebensaltern markieren.
27.04.2010
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