Mehrgenerationenhäuser – ein Erfolgsmodell für freiwilliges Engagement
Mit anpacken, wo Hilfe gebraucht wird, für andere Menschen da sein. Ob als Leihgroßeltern, Hausaufgaben- oder Computerhilfe – rund 16.000 freiwillig Engagierte leisten in den Mehrgenerationenhäusern in ganz Deutschland ihren Beitrag für ein neues Miteinander der Generationen. Ohne sie könnten viele Angebote vom Malkurs bis zur flexiblen Kinderbetreuung gar nicht bestehen. Sie sind es, die neben den Festangestellten das Leben und Miteinander in den Häusern ausmachen und deshalb stark zum großen Erfolg des Aktionsprogramms beitragen.
Bestätigt wird dies durch die Berichte der Wirkungsforschung im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser. Demnach kommen die Freiwilligen in den Häusern aus allen Generationen. Das reicht von der am stärksten vertretenen Gruppe, den älteren Erwachsenen (62 Prozent), bis zu den 20-30 Jährigen, die immerhin gut 15 Prozent ausmachen. Diese Zahlen sind nicht nur erfreulich, weil sie zeigen, dass das Miteinander der Generationen gut funktioniert. Das generationenübergreifende Engagement trägt auch dazu bei, dass die Häuser die Bedürfnisse und Wünsche aller Altersgruppen bei der Entwicklung ihrer Angebote und Leistungen berücksichtigen können.
Ein näherer Blick auf die Altersstruktur der Freiwilligen zeigt: Am stärksten engagiert sind die "mittleren Erwachsenen" im Alter zwischen 30 und 50. Rund 42 Prozent der Freiwilligen in Mehrgenerationenhäusern sind in diesem Alter. Bemerkenswert ist, dass 60 Prozent der Helferinnen und Helfer berufstätig sind und sich neben ihrer Arbeit für das Miteinander der Generationen engagieren. Außerdem: Freiwillige binden sich eng an ihr Mehrgenerationenhaus. Sie bleiben am Ball. Das zeigt die vergleichsweise hohe Stundenzahl, die sie investieren. Etwa zwei Drittel von ihnen sind mindestens einmal pro Woche in einem Mehrgenerationenhaus aktiv. Über 70 Prozent der Freiwilligen engagieren sich bereits seit mehr als sechs Monaten.
Die große Bedeutung der freiwillig Engagierten haben viele Mehrgenerationenhäuser für sich erkannt. Für 88 Prozent der Mehrgenerationenhäuser hat die Motivation und Wertschätzung der freiwilligen Aktiven nach eigener Aussage eine große bzw. sehr große Bedeutung. Deshalb setzen sie einen wichtigen Ansatz des Aktionsprogramms konsequent um: Freiwillig Engagierte und Festangestellte widmen sich gemeinsam den Aufgaben im Mehrgenerationenhaus und arbeiten auf gleicher Augenhöhe zusammen.
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