Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser - Kooperationen mit der Wirtschaft

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Kooperationen mit der Wirtschaft

Den Vernetzungsmöglichkeiten zwischen den Mehrgenerationenhäusern und regionalen Unternehmen sind kaum Grenzen gesetzt. Mehrgenerationenhäuser halten Kontakt zu regionalen Unternehmen, Verbänden, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Medien sowie zu kleinen Handwerksbetrieben, mittelständischen oder auch international bekannten Unternehmen. Auch wohltätige Stiftungen und Wirtschaftsclubs können interessante Partner sein. Allen Kooperationen ist gemeinsam: Beide Seiten haben etwas davon.

Mehrgenerationenhäuser profitieren von finanziellen Zuwendungen durch Unternehmen und können sich von deren professionellen Strukturen einiges abschauen. Durch die Zusammenarbeit mit den Häusern können die Unternehmen wiederum ihren Angestellten Zugang zu haushaltsnahen Dienstleistungen vermitteln – und so die Vereinbarkeit von Arbeit und Beruf fördern. Vorteile der Zusammenarbeit aus Firmensicht sind ebenso die maßgeschneiderten Angeboten und der Imagegewinn.

Kooperationen mit Unternehmen und Wirtschaftsverbänden haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Während Mitte 2008 jedes Mehrgenerationenhaus im Durchschnitt 6,9 Unternehmen als Partner vorweisen konnte, waren es Ende 2008 schon 8 Partner und Mitte 2009 bereits 9,5 – ein Anstieg um mehr als 35 Prozent in nur einem Jahr! Über 22 Prozent der gesamten Kooperationspartner sind mittlerweile Unternehmen oder Wirtschaftsverbände.

Für die tägliche Arbeit der Mehrgenerationenhäuser bedeutet dies: mehr Leistung, mehr Leben und eine starke Gemeinschaft vor Ort. Hier einige Beispiele für gelungene Kooperationen:

Wirtschaft und MGH ergänzen sich

Angestellte der Telegate AG helfen im Mehrgenerationenhaus Güstrow bei der Organisation des Sommerfestes. Sie informieren Jugendliche über den Berufseinstieg und über Arbeitsfelder in der Kommunikationsbranche. Das Mehrgenerationenhaus wiederum hat für das Unternehmen eine Dienstleistung entwickelt: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Telegate AG nutzen eine eigens für sie eingerichtete Rückenschule. Hier können sie sich erholen, entspannen und etwas für ihre Gesundheit tun.

Kommunen und Unternehmen profitieren

Im Mehrgenerationenhaus Geislingen haben Auszubildende örtlicher Unternehmen und der Stadtverwaltung die Möglichkeit, einen Nachmittag pro Woche in einer sozialen Einrichtung mitzuwirken und dabei ihre Kompetenzen zu erweitern. Sie werden von den Ausbildungsbetrieben dafür freigestellt und bekommen im Mehrgenerationenhaus eine Einführung in soziales Engagement. Auch regelmäßige Begleitung und eine Abschlussauswertung werden angeboten.

Gemeinsam an einem Tisch

Auch im Lindauer Stadtteil Zech sind lokale Wirtschaft und Mehrgenerationenhaus näher zusammengerückt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des mittelständischen Betriebs Angell-Demell kommen zweimal in der Woche zum Mittagstisch des Hauses. Darüber sind weiterreichende Kontakte entstanden – viele neue freiwillig Engagierte konnten für das Haus gewonnen werden. Außerdem spendeten weitere Firmen in Zech Gelder für einen neuen Computer. Auf dem Computer produziert das Haus das Stadtteilblatt, das heute von vielen Menschen in Zech gelesen wird.

Starke Leistungen aller Partner

Das Mehrgenerationenhaus Dortmund ist im familienpolitischen Netzwerk der Stadt Dortmund aktiv und organisiert Veranstaltungen zum Thema Familienfreundlichkeit von Unternehmen. Durch eine enge Kooperation zwischen Stadt, IHK, der Wirtschaftsförderung und verschiedenen Firmen hat sich ein starkes Netzwerk entwickeln können. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen werden gefördert und gleichzeitig konkrete Lösungen wie zum Beispiel die Vermittlung von Tagesmüttern angeboten.

Durch alle Beispiele und Themenfelder zieht sich das Bemühen der Kooperationspartner – Unternehmen und Mehrgenerationenhaus – ihre jeweiligen Kernkompetenzen einzubringen, die eigenen Angebote für die Kooperationspartner zu öffnen und Synergieeffekte zu erzeugen. Innerhalb der Kooperationen werden soziale Verantwortung der Unternehmen, bürgerschaftliches Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Firmenressourcen für alle Beteiligten gewinnbringend zusammengebracht. Es entstehen facettenreiche Kooperationsstrukturen, die sich für alle beteiligten Partner vorteilhaft auswirken.



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